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So hilft der Verein "Münchner für Münchner" den Bürgern

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Jacub hat dank „Münchner für Münchner“ einen Job gefunden und macht seiner Chefin Susanne Mittermeier viel Freude.

München - Der Name ist einfach und die Idee einfach gut: Münchner für Münchner heißt ein neuer karitativer Verein, der unverschuldet in Not geratenen Menschen in unserer Stadt helfen will.

Dahinter steckt Natalie Schmid, die Frau des CSU-Bürgermeisters Josef. Zusammen mit zehn weiteren Mitstreitern kann sie bereits erste Erfolge vorweisen. Doch das soll alles nur ein Anfang sein.

Stecken voller Tatendrang (v.l.): Natalie Schmid, Sylvia Philipp und Ilona Groß.

Die Idee dazu hatte Natalie Schmid im Rahmen des OB-Wahlkampfes 2014. Da war sie mit ihrem Gatten auf der „Schmidsprechen“-Tour in allen Ecken Münchens unterwegs. „Und da habe ich gesehen, dass es in unserer Stadt wahnsinnig viele Flecken gibt, an denen Leute wohnen, die nicht so viel Glück hatten wie wir“, schildert sie. „Ich habe da Menschen kennengelernt, die aus verschiedenen Gründen ganz ohne eigene Schuld in schwierige Situationen geraten sind.“

Nach der ersten Idee folgt die rasche Gründung

Natalie Schmid, zweifache Mutter und Marketing-Expertin bei einer internationalen Kosmetikfirma, diskutiert das mit Freunden und findet schnell Mitstreiter, allen voran Sylvia Philipp und Ilona Groß. Sie machen gemeinsame Sache, gründen den gemeinnützigen Verein. Mittlerweile ist der erste Flyer gedruckt und die Homepage online (www.muenchner-fuer-muenchner.de).

Neben den bürokratischen Hürden hat der Verein auch schon erste Erfolge verzeichnet. „Wir wollen Menschen zum einen finanziell, aber auch ganz praktisch unter die Arme greifen.“ Und dabei wollen sie ihre gesellschaftlichen Kontakte nutzen. So wie bei Jacub. Der 16-Jährige tat sich in der Schule schwer, hat keinen Abschluss – und kann jetzt dennoch seinen Traumjob lernen.

„Ohne Unterstützung des Vereins Münchner für Münchner hätte ich wahrscheinlich nie die Möglichkeit erhalten, eine Lehre in der Gastronomie zu beginnen“, erzählt er stolz. „Auch wenn es von der IHK nicht zwingend vorgegeben ist: Wer nimmt schon einen Lehrling ohne Schulabschluss?“

Geschäftführerin Mittermeier: "Habe selten einen so talentierten Lehrling gesehen"

Münchner für Müncher stellt den Kontakt zum Restaurant und 4-Sterne-Hotel Insel Mühle in Untermenzing her. Geschäftsführerin Susanne Mittermeier gibt Jacub eine Chance – und die hat der Jugendliche genutzt. „Ich habe selten einen so motivierten und auch talentierten Lehrling wie Jacub gesehen. Er bereichert das Team mit seiner Freude am Beruf“, lobt die Chefin.

„Praktische Hilfe, um etwas anzuschieben oder einfach Geld zu Menschen zu bringen, die es wirklich brauchen können“, das ist Natalie Schmid wichtig. „Und das schnell, ehrenamtlich und unbürokratisch – 100 Prozent der Spenden kommen direkt bei den Hilfsbedürftigen an.“ Brücken schlagen zwischen Unternehmen, die Leute vernetzen und Menschen, die Unterstützung brauchen, auf ihrem Weg begleiten. „Das kann bei der Ausbildung sein wie bei Jakub. Oder, dass man bei Senioren Einkäufe übernimmt.“

Tue Gutes und rede darüber. Münchner für Münchner will sich deshalb auch in der Stadt einen Namen machen – mit verschiedenen Veranstaltungen. So liest Schauspielerin Ulrike Kriener am kommenden Mittwoch in der Allerheiligen-Hofkirche. Die Gäste der ausreservierten Veranstaltung kriegen Exemplare der Weihnachtsgeschichte als Geschenk – und können dafür einen Betrag ihrer Wahl spenden.

Geld von Münchnern, das zu 100 Prozent bei Münchnern ankommt, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

Das ist der Verein:

Der Verein Münchner für Münchner ist von Natalie Schmid gegründet worden und wird im Vorstand von Ilona Groß und Sylvia Philipp unterstützt. Weitere Gründungsmitglieder sind Andrea Ducka, Karin Gerken, Dr. Gisela Mosler, Luise Müller, Eric Pölzl, Andrea Steiler, Madlen Stephan und Angelika Windisch-Graetz.

  • Spendenkonto:

Münchner für Münchner e.V.

Konto 223344555

BLZ 200 303 00

Donner & Reuschel

  • Kontakt: 089/89051890

www.muenchner-fuer-muenchner.de

Stefan Dorner

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