Pasing: Künstler streichen Unterführung weiß-blau

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So soll die Röhre Ende des Jahres aussehen.

München - Unterführungen sind gemeinhin dunkle und oft schmuddelige Wegstrecken, die Fußgänger und Fahrradfahrer nur im schnellen Schritt und Tritt passieren. Doch das geht auch anders!

In Pasing holen jetzt zwei Münchner Künstlerinnen den Himmel unter die Erde, damit sich die Passanten dort wohl fühlen. Der Pasinger Bahnhof ist seit drei Jahren Großbaustelle: Neue Bahnsteige, Aufzüge, Wohn- und Geschäftshäuser, der Bau der Umgehung und der Anschluss an die Tram halten die Anwohner auf Trab.

Doch allmählich nimmt das neue Pasing Gestalt an, dazu gehört auch der umgestaltete Osttunnel unter dem Bahnhof, der Fußgängern und Radlern die Unterquerung der neun Gleise des Bahnhofs ermöglicht. Seit fünf Wochen ist die 156 Meter lange Röhre wieder geöffnet, nachdem dort neue Treppen zu den Bahnsteigen eingebaut wurden. Auf der Nordseite soll noch eine neue Rampe entstehen. Die Nutzer des Tunnels werden sich bald im Himmel wähnen: Die beiden Münchner Künstlerinnen Stefanie Zoche und Sabine Haubitz werden die Wände mit himmelblauen Fliesen verkleiden, auf denen sich weiße Schäfchenwolken abzeichnen.

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120 000 Euro lässt sich die Stadt, die für Bau und Unterhalt der Unterführung aufkommt, die Gestaltung der Wände kosten. Die beiden Künstlerinnen hatten einen Gestaltungswettbewerb gewonnen. Ursprünglich waren 20 000 Euro weniger geplant. „Der Aufschlag erklärt sich damit, dass die Herstellungsmethode, die zuerst geplant war, sich als nicht kratzfest erwiesen hatte“, so Pasings Bezirkschef Christian Müller (SPD) zur tz. Über 7500 Fliesen werden auf die Wände geklebt. Ende Oktober soll alles fertig sein, die feierliche Eröffnung ist im Dezember geplant. Viertel-Chef Müller freut sich: „Das wird eine gute Auffrischung für die lange, dunkle Unterführung.“

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