Das Hirmer-Parkaus muss weichen

Hier entsteht Münchens nächster Einkaufspalast

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Die Inka AG bekommt noch mehr Baurecht, als bisher. Die Sattlerstraße soll zu einem Platz umgestaltet werden.

München - Die Stadt plant zwischen Hofstatt und Kaufinger Tor eine neue Shopping-Meile. Dafür muss das Hirmer-Parkhaus weg. Das gilt auch für die alte Post, die zur Inka AG der Augustiner-Gruppe gehört.

Das 20 000 Quadratmeter große Projekt ist etwa halb so groß wie die Hofstatt. Und es soll keine Luxusmeile wie diese werden. Das verspricht zumindest der Bebauungsplan, den der Stadtrat nächste Woche aufstellen will.

Seit dem Umbau des alten SZ-Verlagshauses zur Hofstatt fällt vielen Passanten, die vom Kaufinger Tor kommen, auf, wie hässlich eigentlich die Sattlerstraße dazwischen ist. Auf der einen Seite schiebt sich der Plattenbau des Hirmer-Parkhauses fünf Etagen in den Himmel, auf der anderen Seite steht die Lochfassade der ehemaligen Post, in der derzeit ein Boardinghaus untergebracht ist.

Schon 2009 wurde beschlossen, dass das auf städtischem Grund befindliche Parkhaus abgerissen wird. Damit fallen 400 Kurzzeit- und 146 Dauerparkplätze weg. Eine Untersuchung ergab, dass in den Nachbarhäusern werktags hunderte Stellplätze zur Verfügung stehen.

Die alte Post sowie das Hirmer-Parkhaus kommen weg, dafür sollen Neubauten entstehen.

Mit dem Inka-Grundstück bietet sich ein 7000 Quadratmeter großes, neues Planungsgebiet. Dort entstehen neue Läden, Büros und Wohnungen. Und dieses Mal sollen nicht nur wieder Luxusmarken einziehen: „In den neu entstehenden Ladenflächen soll geprüft werden, ob „gemäß des Konzeptes ,Unterstützung des traditionellen Facheinzelhandels‘ ein bestimmter Anteil der Verkaufsflächen entsprechend der Vermietungspraxis von städtischen Liegenschaften für den Facheinzelhandel gesichert werden kann“, heißt es.

Ein Drittel der Fläche ist fürs Wohnen gedacht, allerdings nicht im geförderten Wohnungsbau, dafür im „konzeptionellen Mietwohnungsbau“. Das heißt, die Bauherren bekommen die Auflage, die Wohnungen 60 Jahre lang zu niedrigeren Mieten anzubieten.

Auch eine Tiefgarage ist geplant, aber nur für rund 200 Autos. Wie der Verkehr abgewickelt werden soll, ist noch unklar. Jedenfalls soll eine Durchfahrt für Lieferanten bleiben.

Das städtische Grundstück soll ausgeschrieben werden. Peter Arnold vom Münchner Forum warnt vor einem Verkauf: „Die Stadt versagt sich damit für alle Zukunft ihre Gestaltungsmöglichkeiten für ein zentrales Grundstück, wie sie es nie wieder bekommt.“

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