Wiesn-Wirt Hagn jetzt Eigentümer

Neuer Chef: So wird die renovierte Hirschau

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Wiggerl Hagn mit Hirschgeweihen vor seiner Hirschau

München - An Ostern wird die neue Hirschau eröffnet. Es ist das neue Großprojekt von Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn, der mit einem neuen Gastro-Konzept punkten will. Die tz hat sich schon einmal umgesehen.

Er schleppt Bierbänke, verlegt Kabel und hat ein Auge auf die rumwuselnden Handwerker: Wiggerl Hagn (73), der neue Platzhirsch in der Hirschau! Nach 20 Jahren an der Spitze des Unionsbräus eröffnet der Wiesn-Wirt (Löwenbräuzelt) nun an Ostern schon mal den Biergarten – das Restaurant soll eine Woche später folgen. Die tz hat sich schon mal in seinem Revier umgesehen.

Die Wirte-Familie vor den renovierten Biergarten-Standln (v. li.): Michael Spendler, Stephanie Spendler, Wiggerl Hagn und Lukas Spendler

Dass auf dem Grund im Nordteil des Englischen Gartens früher Wildtiere grasten, wird jetzt sofort ersichtlich: Auf den frisch gestrichenen Biergarten-Standln prangen Hirsch-Figuren. Und drinnen im heller erscheinenden Saal mit gelben Wänden und neuen Strahlern zieren Hirschgeweihe die Leuchter. „Die hat mir mein Wiesnwirt-Kollege Manfred Vollmer aus seiner Hirschzucht zur Verfügung gestellt“, erklärt Hagn. Gemeinsam mit Tochter Stephanie Spendler und deren Familie montiert er sie an.

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Wirtin Spendler erklärt das neue Gastro-Konzept im Restaurant: „Wir wollen uns von der normalen Schweinsbraten-Wirtschaft unterscheiden und setzen den Schwerpunkt auf Steaks: Wir bieten US-Beef, irisches Weiderind und bayerisches Rind in verschiedenen Größen an.“

Außerdem gibt’s Rind vom neuen Lavasteingrill oder aus dem Töpfchen, zum Beispiel Ochsenbrust oder Tafelspitz. Wiggerl Hagn beruhigt: „Wiener Schnitzel, Ente und andere Schmankerl stehen freilich weiterhin auf der Karte. Und für die Stammgäste aus dem Unionsbräu gibt’s sonntags den beliebten Schweinsbraten.“ Weil die neuen Küchengeräte noch nicht alle geliefert sind, kann der Betrieb im Restaurant erst Ende nächster Woche anlaufen.

Im Biergarten aber geht’s – wenn der Wettergott will – schon am Karsamstag oder an einem der Ostertage los. Dann wird es typische Biergarten-Schmankerl zur Löwenbräu-Mass geben. Stephanie Spendler: „Da kann und soll man das Rad nicht neu erfinden.“ Die Preise sowohl in der Gaststätte als auch im Biergarten werden noch ausgetüftelt. Neu ist allerdings die Holzbühne für Musik und Tanz sowie zwei Geräte am großen Spielplatz. Spendler: „Wir haben etwa 1800 Plätze, weil wir den Biergarten lockerer bestuhlen. Bei der Bühne haben wir auch kleine und runde Tische – das ist gemütlicher.“

Die Erwartungen an die erfahrenen Wirte und neuen Hirschau-Eigentümer sind groß. Platzhirsch Wiggerl Hagn: „Wir haben zwar noch nie einen Biergarten bewirtschaftet, sind aber optimistisch. Wir haben viel gearbeitet und eine große Summe investiert – und wir freuen uns drauf.“

nba/ cs

Zum Biergarten-Führer

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