Historische Wiesn, die Zweite?

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Der Eingang zur Jubiläums-Wiesn: Am letzten Wochenende war er wegen Überfüllung geschlossen

München - Am Ende übertraf sie alle Erwartungen: Die „Historische Wiesn“ lockte heuer als zusätzliches Fest zum 200. Jubiläum des Oktoberfests eine halbe Million Besucher – und viele wünschen sich so ein Fest jedes Jahr.

Nun steht der Stadtrat vor der Frage, ob Teile der historischen Wiesn zur Tradition werden können.

So schön war die Wiesn 2010

So schön war die Wiesn 2010

Noch ist unklar, was genau Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) kommenden Dienstag vorschlagen wird. Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid (SPD) rechnet jedoch damit, dass Reiter die Stadträte um einen Grundsatzbeschluss bitten wird: um die generelle Bereitschaft, Teile der historischen Wiesn zu wiederholen. SPD und CSU hatten bereits entsprechende Prüf-Anträge gestellt. Schmid stellte jedoch klar: Die historische Wiesn könne nicht als Ganzes zur Tradition werden – das Fest sei durch Sponsoring und ehrenamtliches Engagement ermöglicht worden, das lasse sich nicht einfach wiederholen. So sei etwa die Pferderennbahn der historischen Wiesn als Dauer-Einrichtung undenkbar. Vorstellen könnte sich Schmid jedoch, dass das historische Festzelt mit Auftritten von Trachtengruppen erhalten bleibt. Voraussetzung wäre, dass es sich finanziell selbst trage, sagte Schmid. Wirt Toni Winklhofer, der das Zelt heuer betrieb, signalisierte bereits im Oktober Interesse an einer Fortsetzung. Schmid hält es ebenfalls für denkbar, dass das „Herzkasperl-Zelt“, in dem Kleinkunst stattfand, in verkleinerter Form zur Tradition wird. Dessen Wirt Beppi Bachmeier könnte sich grundsätzlich vorstellen, das Zelt erneut zu betreiben – „wenn das Konzept passt“ , sagte er.

Doch nicht alle sind von den Ideen begeistert. Grünen-Fraktionschefin Lydia Dietrich sagte, sie sei „sehr skeptisch“ ob sich Teile des einmaligen Festes wiederholen ließen. „Wir wollen nicht einfach nur ein weiteres Bierzelt.“

jop

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