Hier genießen wir die Sonne am liebsten

Hitze-Hits: Die Lieblingsplätze der Münchner

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Annette Tappe (29, Personal Trainer) mit Oliver Sembach (32, Dachdecker)

München - Die tz hat sich umgehört: Was die drei Meteorologen für den Sommer im Detail erwarten und an welchen Orten in der Stadt die Münchner sich bei der momentanen Hitze am liebsten aufhalten.

Die Luft flirrt, die Sonne brennt: München steckt unter der Hitzeglocke! Schon am Wochenende gab es einen Vorgeschmack mit bis zu 30 Grad - die Münchner tummelten sich im Freien, sonnten sich am Eisbach oder hielten die Füße in kühle Brunnen. Endlich raus und nicht mehr frieren! Ab heute kommt’s noch heftiger: Direkt aus der Sahara rollt eine gewaltige Heißluft-Front an. Die treibt das Thermometer bis Mitte der Woche sogar auf tropisch-schwüle 35 Grad. Damit stehen die bisher heißesten Tage des Jahres an! Sogar nachts ist es lau bei um die 20 Grad, allerdings kann es immer wieder auch bei Hitzegewittern rumpeln.

Die schlimmsten Sünden am Strand und Pool

Die schlimmsten Sünden am Strand und Pool

Trotzdem heißt es jetzt: Genießen, genießen, genießen! Denn für Ende der Woche hat sich schon das nächste Tief angekündigt, dann sinken die Temperaturen wieder auf unter 20 Grad. Da interessiert natürlich vor allem eins: Wie wird er denn heuer, der Sommer? Die tz hat drei Experten befragt (unten). In einem Punkt sind sich alle einig: Extreme und lange Hitzephasen werden im Juli und August eher weniger anstehen. Generell erwarten die Meteorologen für den Sommer 2013 eine durchschnittliche und wechselhafte Wetterlage - nicht zu heiß, nicht zu kalt und gerade im Süden - es ist, wie es ist - relativ nass. Was die drei Meteorologen im Detail erwarten und an welchen Orten in der Stadt die Münchner sich bei der momentanen Hitze am liebsten aufhalten: Die tz hat sich umgehört.

Glück am Turm

Wolfgang M. Prinz (65), Maler, und Lebensgefährtin Conny Rainer (58)

Wir lieben den Biergarten am Chinaturm, den Englischen Garten und die Atmosphäre. Wir kennen hier viele nette Leute. Im Sommer komme ich regelmäßig und lasse mich von dem schönen Turm inspirieren. Die Kutschen sind für mich ein Stück bayerische Kultur.

Terrassen-Aussicht

Annette Tappe (29, Personal Trainer) mit Oliver Sembach (32, Dachdecker)

Immer, wenn ich nach München komme, gehe ich ins Café Glockenspiel und genieße die Aussicht von der Sonnenterrasse - das macht grad jetzt bei diesen Temperaturen Spaß.

Weg von den Autos

Helmut Huber, (61), Elektrotechniker, und Enkel Maxim Fischer (3)

Der Nadisee im Olympischen Dorf ist mein Lieblingsplatz: Hier kann ich mit meinem Enkel Maxim im Wasser spielen. Es ist so schön ruhig hier und es gibt keine nervigen Autos. Maxim findet die vielen Wasserfontänen spitze! Helmut Huber, (61), Elektrotechniker, und Enkel Maxim -Fischer (3)

Am Eisbach chillen

Natalie Helgath (37) und Axel Gröbner (37)

Das ist das erste Mal, dass wir dieses Jahr am Eisbach liegen: Wenn wir in den Englischen Garten gehen, ist das unser Lieblingsplatz. Hier können wir lesen, den Surfern zuschauen oder einfach entspannen. Wir wohnen in Sendling und kommen mit dem Radl her.

Himmlische Ruhe

Peter Usko (70), Rentner

Ich komme oft zum Neptunbrunnen und genieße die Sonne. Manchmal lese ich -Zeitung oder füttere die Vögel. Am liebsten aber beobachte ich Mensch und Tier. Das wird nie langweilig - und das plätschernde Wasser beruhigt mich einfach.

Und so geht der Sommer weiter

Laut Meteorologe Dominik Jung von wetter.net steht ein typischer mitteleuropäischer Sommer an: „Es wird weder extrem heiß noch extrem kalt.“ Generell geht es West- und Südeuropa eher nass nei, immerhin wird der August trockener und sonniger als der Juli. Dafür haben wir gute Chancen auf einen Altweibersommer: „Im September wird’s mild.“ Dominik Jung, wetter.net

Meteorologe Kai Zorn von wetter.com erwartet für Ende Juli oder Anfang August noch eine Hitzewelle wie in dieser Woche. „Sonst wird der Sommer wechselhaft und kurz. Schon Mitte August könnte der erste Kälteeinbruch kommen, dann ist der Sommer auch vorbei.“ Er rechnet mit Durchschnittswerten um 16 Grad. Zum Vergleich: Im Jahrhundertsommer 2003 waren es 19,7 Grad. Kai Zorn, wetter.com

Am 27. Juni ist Siebenschläfer: Ist es da schön, wird meist auch der Sommer gut. „Leider ist in der Zeit kein stabiles Hoch in Sicht“, sagt Meteorologe Karsten Brandt von donnerwetter.de. „Dieser Sommer wird Durchschnittskost mit Höchstwerten um 20 bis 25 Grad.“ Und nass: „Wir rechnen mit 20 Prozent mehr Regentagen als üblich.“

Christina Meyer, Tobias Scharnagl und Sigi Jantz (Fotos)

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