Fortschreibung der Studie

Hochhäuser in München: Wo passen sie am besten hin?

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In der Stadt werde „jetzt bestimmt nicht eine nennenswerte Anzahl von Bauten über 100 Metern entstehen“, erklärte Dieter Reiter.

Der Planungsausschuss des Stadtrats hat am Mittwoch der Fortschreibung der Hochhausstudie von 1995 zugestimmt.

Gutachter sollen herausarbeiten, wo es in München geeignete Bereiche für Hochhäuser gibt und wo diese stadtbildverträglich und gleichzeitig architektonisch anspruchsvoll realisiert werden können.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte, das Thema bedürfe dringend einer Aktualisierung. Das apodiktische Festhalten an Grenzen sei überholt – auch wegen des Wohnraummangels in München. Bekanntlich hatte es in München im Jahr 2004 einen erfolgreichen Bürgerentscheid gegeben, wonach kein Gebäude über 100 Meter gebaut werden darf. Die Bindungsfrist und Wirksamkeit dieses Votums ist allerdings längst abgelaufen. Darauf verwies der planungspolitische Sprecher der CSU, Walter Zöller. Es sei schon kurios, dass sich die Politik seit 14 Jahren moralisch dem Bürgerentscheid verpflichtet fühle, sagte Zöller. Dies habe „einen städtebaulichen Stillstand in der Hochhausdebatte“ bewirkt. Er erwarte sich nun von dieser Studie „neue Impulse“. Es gebe durchaus Beispiele für städtebaulich schöne Hochhäuser, so Zöller.

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OB Reiter machte deutlich, es gehe gar nicht darum, „die 100-Meter-Debatte neu zu beleben“. Ziel der Studie sei vielmehr, ein Signal auszusenden, „wie wir eine vernünftige Planung für Hochhäuser hinbekommen“. In der Stadt werde „jetzt bestimmt nicht eine nennenswerte Anzahl von Bauten über 100 Metern entstehen“, erklärte der OB. Er habe aber häufig den Eindruck, in München gelte schon jedes Gebäude mit mehr als sechs Stockwerken als Hochhaus. Reiter meinte, solitäre Hochhäuser halte er für „überschaubar schön“. Neben architektonischen Aspekten sollen in der Studie auch ökologische Kriterien untersucht werden, zum Beispiel die Begrünung von Hochhäusern. 

Klaus Vick

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