Verdacht des Abgasbetrugs: Ermittler durchsuchen Daimler 

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Ab Salzburg wurde es knifflig

Die Bahn-Odyssee des tz-Reporters

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tz-Reporter Karl-Heinz Dix berichtet über seine Odysee von Linz nach München.

München - tz-Reporter Karl-Heinz Dix musste am Sonntag von Linz zurück nach München. Zunächst sah es nach einer entspannten Zugfahrt aus, aber ab Salzburg wurde es knifflig.

Sonntag 12.30 Uhr, Linz Hauptbahnhof: Keine angezeigten Verspätungen, keine Durchsagen. Einer entspannten Heimfahrt nach München steht scheinbar nichts im Wege. Also genieße ich die Fahrt im österreichischen Railjet, bis kurz vor Salzburg die Durchsage kommt: „Dieser Zug endet heute in Salzburg.“ Keine Hinweise auf Anschlüsse, kein Guter-Reise-Wunsch. Nichts. Das lässt Übles vermuten. Das ahnen auch die 800 Fahrgäste in den beiden gut gefülten Zugteilen, die bis Lindau hätten fahren sollen.

Am Hauptbahnhof mischen sich diese Fahrgäste unter rund 1000 Leute, die schon ratlos und vergeblich auf weitere Infos warten. Einzige Ansage: „Die öffentlichen Verkehrsmitel in Salzburg verkehren normal.“ Prima! Hilft nur den meisten nicht, die Richtung München oder Innsbruck wollen. Ein Eisenbahner verrät mir: „Da fährt heute nichts mehr. Die Brücke über die Salzach ist unterspült. Die Züge fahren ab Freilassing.“

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Auf dem Bahnhofsvorplatz warten etwa 900 Menschen auf einen Ersatzbus, der sie nach Freilassing bringt. Es sind aber nur drei im Einsatz …

Da ich Salzburg kenne, weiß ich, dass eine Buslinie nach Bad Reichenhall fährt. Der Bus fährt 40 Minuten später und ist fast leer. Nur ein paar Ortskundige kennen die Verbindung. In Reichenhall die nächste Überraschung. Auch die Berchtesgadener Land Bahn nach Freilassing fährt nicht. Irgendwann bringt uns ein Ersatzbus (wegen der Hochwassersperren über Schleichwege) zum Bahnhof. Wir erreichen gerade noch einen extrem überfüllten Regionalexpress nach München. Erst in Prien erfahren wir, dass 20 Minuten später auch ein Intercity rollt, in den man aber in Prien umsteigen kann. Nur wenige Passagiere quetschen sich zum Ausgang durch. Es hat sich aber gelohnt: Der Intercity ist leer. Glück gehabt, im wahrsten Sinne des Wortes: In München sehe ich, dass beide Züge die letzten waren, die noch nach München durchgekommen sind. Danach ist auch diese Strecke dicht...

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K. H. Dix

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