Stadt erlässt Verbote

Hochwasser-Krimi: Isar-Pegel in München weist erkennbaren Trend auf - steigende Zahlen in der Nacht

Die Hochwasser-Gefahr in München scheint vorerst gebannt. Der befürchtete Anstieg blieb aus, der Pegel scheint nicht weiter anzusteigen.

  • In München überschritt die städtische Isar Hochwasser-Meldestufe 2 (Update vom 19. Juli, 10.28 Uhr).
  • Am Abend beruhigte sich die Lage etwas, der befürchtete Anstieg blieb vorerst aus (Update vom 19. Juli, 20.25 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird laufend aktualisiert.

+++ An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung in diesem News-Ticker- Über die weitere Entwicklung der Hochwasser-Lage in München halten wir Sie ab sofort hier auf dem Laufenden. +++

Update vom 20. Juli, 7 Uhr: Nachdem der Isar-Pegel noch am Abend bei 305 Zentimetern lag (siehe Update vom 19. Juli, 20.25 Uhr), war die wichtige Marke in der Nacht zeitweise auf 309 Zentimeter angestiegen. Das ist den Werten des HND zu entnehmen. Um 6 Uhr morgens hatte der HND den Isar-Pegel jedoch wieder mit 305 Zentimetern beziffert.

Update vom 19. Juli, 20.25 Uhr: Die Hiobsbotschaft bleibt aus. Der Isar-Pegel liegt aktuell bei 305 Zentimetern (Stand: 20.15 Uhr). Damit ist die Prognose, das Wasser stünde gegen 20 Uhr bei 330 Zentimetern, zum Glück nicht eingetroffen. Auch die Prognose des HND zeigt, dass mit keinem dramatischen Anstieg mehr gerechnet wird. Damit dürfte das Gröbste in München vorerst überstanden sein. Trotzdem ist Stand jetzt nicht gänzlich auszuschließen, dass das Wasser über Nacht noch ansteigen könne. Mit endgültiger Entwarnung rechnet man erst am Dienstagabend (20. Juli).

Isar-Hochwasser in München: Wird Pegel-Marke heute noch erreicht?

Update vom 19. Juli, 17.10 Uhr: Steigt der Isar-Pegel heute noch über die Grenze von 330 Zentimetern? Laut Experten (siehe Update weiter unten) könnte dies heute Abend gegen 20 Uhr der Fall sein. Im Moment steigt der Pegel jedoch nicht an, laut aktuellen Daten liegt er momentan bei 301 Zentimetern (Stand: 17 Uhr). Damit ist er in den letzten Stunden sogar etwas zurückgegangen. Die Prognose des HND weist gar ein weiteres Sinken des Pegels auf. Bleibt abzuwarten, ob sich die Lage im Laufe des Abends nochmals verschärft.

Die Stadt vermeldete außerdem via Twitter, dass sämtliche Rad- und Gehwege auf der Ostseite der Isar aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden. Außerdem ist der Flauchersteg bis auf Weiteres gesperrt.

Update vom 19. Juli, 13.35 Uhr: Jetzt fehlt wohl nicht mehr viel bis zum Tageshöchstwert. Auf 314 Zentimeter war der städtische Isar-Pegel um 13.30 Uhr gestiegen. Die Experten des HND erwarten gegen 20 Uhr eine Marke von etwa 330 Zentimetern.

Isar-Hochwasser in München: Jetzt erlässt die Stadt ein Verbot

Update vom 19. Juli, 12.15 Uhr: Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat aufgrund der anhaltenden Hochwasserlage in München ein Bade- und Bootfahrverbot für die Isar erlassen. Ab sofort sind das Befahren und das Baden im Stadtgebiet von der südlichen Stadtgrenze nach der Großhesseloher Brücke bis zur Leinthalerbrücke im Norden ausnahmslos verboten. Weitere Infos gibt‘s hier.

Update vom 19. Juli, 11.56 Uhr: Derzeit pendelt der Isar-Pegel rund um die 3-Meter-Marke. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern hat bereits klargestellt: „Ein (dauerhaftes, d. Red.) Unterschreiten der Meldestufe 2 (300 cm) ist erst Morgen Abend zu erwarten.“ 

Update vom 19. Juli, 10.28 Uhr: Jetzt ist Meldestufe 2 erreicht. Um 10.15 Uhr lag der Pegel der städtischen Isar laut HND bei 306 Zentimetern. Gemäß aktueller Prognose (siehe unten) wird er im Tagesverlauf weiter ansteigen, jedoch gewissen Schwankungen unterliegen. Der „Höhepunkt“ dürfte bei etwa 330 Zentimeter liegen.

Krimi um Hochwasser-Meldestufe in München: Pegel wird weiter steigen

Update vom 19. Juli, 9.36 Uhr: Ist das denn die Möglichkeit? Angaben des HND zufolge ist der Isar-Pegel in München auf 298 Zentimeter gesunken. Damit entfernt sich die Landeshauptstadt wieder ein Stück weit von Meldestufe 2.

Spaziergänger begutachten das Isar-Hochwasser in München

Allerdings schreibt der HND auch: „Die ergiebigen Niederschläge im Alpenraum haben zu einem erheblichen Anstieg des Wasserspiegels im Sylvensteinspeicher geführt. Um neuen Hochwasserstauraum zu schaffen, ist eine erhöhte Abgabe in die Isar erforderlich, sodass trotz Sonnenschein noch mit länger andauerndem Hochwasser in der Isar zu rechnen ist.“ Der Pegelhöchststand in München soll demnach heute Abend gegen 20 Uhr erreicht werden.

Update vom 19. Juli, 9.23 Uhr: Während des Hochwassers sind in einer dramatischen Rettungsaktion zwei Schlauchbootfahrer aus der Donau bei Passau gerettet worden. Die Männer seien am Sonntagabend mit ihren Booten abgetrieben und gekentert, sagte ein Sprecher der Wasserpolizei am Montagmorgen. Nach Auskunft der Feuerwehr konnten sich die Männer an Treibholz festklammern. Es hatte sich am Ufer der unbewohnten Donau-Insel Soldatenau verfangen, die schon zu Österreich gehört.

Dramatische Rettungsaktion bei Passau-Hochwasser

Menschen hatten die Hilferufe der Schiffbrüchigen gehört und die Rettungskräfte alarmiert. Die Feuerwehr sei wegen des Hochwassers gerade in der Nähe gewesen und habe die beiden mit einem Boot rechtzeitig retten können. Nach Informationen der Rettungskräfte gehörten die Männer zu einer Gruppe von vier Leuten, die wohl in Plattling gestartet waren, jeder mit einem eigenen Schlauchboot. Wegen des Hochwassers eine dumme Idee, wie ein Polizeisprecher kommentierte. „Das ist lebensgefährlich.“

Update vom 19. Juli, 9.15 Uhr: Es scheint ein regelrechter „Krimi“ zu werden. Aktuell beziffert der HND den Pegel für die städtische Isar auf 299 Zentimeter. Noch ein Zentimeter mehr und die Hochwasser-Meldestufe 2 wäre erreicht.

Update vom 19. Juli, 7.58 Uhr: Der Pegel der Isar in München ist am Morgen weiter gestiegen. Laut HND belief er sich um 7.45 Uhr auf 291 cm. Im Vergleich zur 6-Uhr-Marke ein Zuwachs von fünf Zentimetern. Hochwasser-Meldestufe 2, die in der Landeshauptstadt bei 300 Zentimetern liegt, könnte im Laufe des Vormittags erreicht werden.

Wetter-News: Isar-Hochwasser in München - Bangen in Passau

Ursprungsmeldung:

München - Knapp vor Meldestufe 2: Der Pegel der städtischen Isar beläuft sich am Montagmorgen (Messwert von 6 Uhr) laut Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) auf 286 Zentimeter. Die Meldestufe 1 (250 Zentimeter) wird in München damit weiterhin deutlich überschritten, zur nächsten Kategorie fehlen lediglich 14 Zentimeter. Im Rahmen der HND-Warnstufe Orange war angedeutet worden, dass in München Meldestufe 2 („Überschwemmungen und Ausuferungen“) überschritten werden könnte.

Braune Wassermassen fließen in der Isar in München am Flauchersteg entlang, wo die Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückte.

Derweil ist die Hochwasserlage im Süden und Osten Bayerns weiter angespannt, hat sich aber zuletzt nicht weiter zugespitzt. In Passau stieg der Pegelstand der Donau zunächst zwar an, blieb in der Nacht zum Montag aber dann stabil und erreichte nicht, wie zuvor befürchtet, die höchste Hochwasserwarnstufe. Uferpromenade und Parkplätze waren bereits überflutet worden, Bewohner schützen Häuser mit Sandsäcken und Barrieren.

Im Berchtesgadener Land in Oberbayern gingen einem Polizeisprecher zufolge in der Nacht zum Montag die Regenfälle zurück. Dort hatte die Wucht des Wassers am Wochenende mit voller Kraft zugeschlagen, weil der Fluss Ache über die Ufer trat. Mehr als 160 Menschen mussten in der Urlaubsregion rund um den Königssee aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden, wie eine Sprecherin des Landratsamtes am Sonntagabend zu Protokoll gab.

Nach Überflutungen in Bayern: Experte prognostiziert „Ende der Dauerregenlage“

Ein Geologe prüfe stets die Hänge, ob es dort zu Abrutschen kommen könne. Vorsichtigen Anlass zur Hoffnung gibt die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der für Montag das „Ende der Dauerregenlage“ erwartet.

In Passau schaute man derweil mit bangen Blicken auf Donau und Inn. Am Sonntagabend betrug der Pegel an der Donau 8 Meter, das entspricht der zweithöchsten Warnstufe, wie die Stadt mitteilte. In der Nacht zum Montag blieb der Pegelstand zunächst deutlich unter der Marke von 8,50 Meter, ab der die Hochwasserwarnstufe vier gilt. Prognosen des Hochwassernachrichtendienstes hatten zuvor einen Anstieg des Pegelstands in der Nacht auf maximal 8,65 Meter nahegelegt.

Vorsorglich seien Fahrzeuge an den Ufern entfernt worden, man rechne aber mittlerweile mit einer Beruhigung der Lage, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. „So wie es aktuell ausschaut, haben wir alles im Griff.“ (dpa/lks)

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