„Höchstmaß an Respektlosigkeit“: CSU serviert Stadtrat Marian Offman ab

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Marian Offman.

Es gibt Knatsch in der CSU. Stadtrat Marian Offman ist von seinem Kreisverband Bogenhausen/Berg am Laim nicht mehr für die Kommunalwahl nominiert worden. Der 71-Jährige trat daraufhin aus dem Kreisverband aus.

„Ich will mit denen nichts mehr zu tun, das ist ein Höchstmaß an Respektlosigkeit“, sagt Offman unserer Zeitung. „Wenn mann 18 Jahre für den Kreisverband im Stadtrat ist und dessen Interessen vertritt und man erhält nur vier von 20 Stimmen, dann ist es ein Zeichen dafür, dass man unerwünscht ist.“

Offman ist seit 2002 Stadtrat, Mitglied im Vorstand der Fraktion, ihr sozialpolitischer und integrationspolitischer Sprecher sowie stellvertretender Sprecher für den Kinder- und Jugendhilfeausschuss und im Ausschuss für Standortangelegenheiten für Flüchtlinge. Überdies ist der 71-Jährige zweiter Korreferent des Kulturreferats sowie zweiter Stellvertreter des Ältestenrats. Offman ist ferner Mitglied im Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde.

Robert Brannekämper, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des CSU-Kreisverbands Bogenhausen, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, Offman habe bereits bei der vorigen Kommunalwahl gesagt, dass er danach nicht mehr antreten wolle. „Das setzt natürlich ein Signal.“ Nun habe Offman zwar gesagt, dass er sich anders überlegt habe, aber „es gibt neue Leute, die sich das vor Ort anders vorstellen und sich eine andere Betreuung wünschen.“

Offman habe viele Jahre sehr gute Arbeit gemacht, aber es sei an der Zeit für einen Generationenwechsel. „Ich bedaure den Schritt, dass er nun ausgetreten ist. Das ist menschlich schade. So weit hätte es nicht kommen müssen.“ Offman ist seit gestern Mitglied im Kreisverband Neuhausen.

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