Höllische Essenz: Hellsongs in München

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Kalle Karlsson (r.) & Co. gastierten im Ampere

München - Hellsongs aus Göteborg huldigen im Ampere den Helden des Heavy Metal - auf intelligente, aber angenehm unironische Art. Die tz war dabei.

Metal-Coverbands, auch originelle, gibt’s bekanntlich mehr als genug. Warum das Trio „Hellsongs“ trotzdem mehr als nur der Rede wert ist? Nun, es liegt am Gespür der Schweden, aus den saftigsten Früchten des gut 40 Jahre jungen Brachialrocks die melodische Essenz zu destillieren. Geschickt umarrangiert, mit Elektro-Orgel, Akustikgitarre und Frauengesang dargeboten, entstehen angenehm unironische Hommagen an die Helden der harten Zunft. Die Konzert-Gourmets am Montagabend im gut gefüllten Ampere goutierten jeden Ton und jede spaßige Ansage von Bandleader Kalle Karlsson. Ob Metallicas Ur-Klassiker „Seek and Destroy“ (gewidmet den nationalistischen „Sweden Democrats“), Panteras „Walk“, Slayers „Skeletons of Society“ (in Gedenken an Margaret Thatcher) – das war Unterhaltung mit Niveau! Wie sagte Karlsson mit niedlichem Akzent: „Wir Schweden, wir können nicht nur bumsen, wir können auch singen. Oder Orgel spielen!“ Sängerin My Engström Renman stand daneben und grinste sich eins.

Ludwig Krammer

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