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Kein Starkbier-Derblecken: Maibock-Anstich 2022 im Hofbräuhaus abgesagt

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Kabarettist Django Asül beim letzten Derblecken im Jahr 2019. Maibock-Anstich im Hofbräuhaus.
Kabarettist Django Asül beim letzten Derblecken im Jahr 2019. © Sigi Jantz

Starkes Bier und spaßige Sprüche – das passt für viele nicht in diese Zeiten. Nach dem Nockherberg ist nun auch der traditionelle Maibock-Anstich 2022 abgesagt worden.

München - Der für Mai geplante traditionelle Maibock-Anstich im Hofbräuhaus fällt wegen des Krieges in der Ukraine in diesem Jahr aus. Das gab das Staatliche Hofbräuhaus in München am Dienstag bekannt.

Hofbräu-Direktor: Gedanken sind bei den Ukrainern

„Wir haben uns entschlossen, den Maibock-Anstich abzusagen. Die Ukraine und damit auch unsere Partnerstadt Kiew befindet sich im Krieg, Millionen Menschen sind auf der Flucht, auch nach München. In einer solchen Situation fällt es uns schwer, gemütlich zusammenzusitzen und unbeschwert zu feiern“, sagt Michael Möller, Direktor von Hofbräu. „Unsere Gedanken sind ganz bei allen Ukrainerinnen und Ukrainern, den vielen Opfern und dem großen Leid, das über das Land gebracht wird.“

Maibock-Anstich 2022 im Hofbräuhaus fällt das dritte Mal in Folge aus

Ursprünglich war der Maibock-Anstich für den 12. Mail geplant – nun fällt er nach zwei pandemiebedingten Absagen 2020 und 2021 bereits das dritte Mal in Folge aus. Traditionell kommen beim Maibock-Anstich jedes Jahr etwa 600 Gäste aus Politik, Kultur, Medien und der Bierbranche im Festsaal des Hofbräuhauses zusammen, wenn Kabarettist Django Asül den Politikern seine Meinung geigt. Auch der BR überträgt die Veranstaltung im Fernsehen. „Das Jahr der Kanalratte“ so spottete Django Asül auf dem Maibock-Anstich 2019.

Zuvor Nockherberg abgesagt

Der Maibock-Anstich ist nicht das erste Starkbier-Derblecken, das wegen des Krieges abgesagt wird. Erst letzte Woche war bekanntgegeben worden, dass der berühmte Salvator-Anstich im Paulaner am Nockherberg ausfällt, der für 24. April angesetzt war. Auch in diesem Fall verzichtet die Paulaner Brauerei wegen der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine auf das ausgelassene Spektakel. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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