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Feuerteufel vom Westfriedhof geschnappt

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Dieses Holzkreuz wurde am 9. November angezündet. Nun hat der Feuerteufel wieder zugeschlagen © Oliver Bodmer

München - Er war der bestbewachte Ort Münchens – der Westfriedhof in Moosach. Seit dort im Oktober erstmals Holzkreuze gebrannt hatten, überwachten dutzende Polizisten in Zivil das Areal mit den etwa 40 000 Gräbern.

Doch der Feuerteufel schlug weiter zu. Insgesamt 17 Kreuze aus Holz sowie einen Beichtstuhl in der Kirche St. Benno an der Loristraße zündete er an. Am Dienstagvormittag ertappten Beamte den Brandstifter (49) quasi bei frischer Tat. Als Motiv gab der Angestellte aus Neuhausen an: Er mache Gott für Naturkatastrophen und Verbrechen auf der Welt verantwortlich!

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Kurz bevor der Feuerteufel der Polizei ins Netz gegangen war, brannten in in der Nähe drei Holzkreuze. Als ein Polizist den Mann fragte, was er auf dem Friedhof zu suchen hatte, verstrickte er sich in Widersprüche. Er wolle das Grab seiner Mutter besuchen. „Wo dieses jedoch war, konnte der Mann nicht beschreiben“, sagte Polizeisprecher Damian Kania. Als der Angestellte schließlich seinen Ausweis zeigen sollte, rannte er davon. Dabei warf er einen Stoffbeutel weg, in dem sich eine Packung Grillanzünder befanden. Der alkoholisierte Feuerteufel kam nicht weit: Der Beamte der 2. Einsatzhunderschaft holte ihn nach hundert Metern ein. Festnahme!

Nach anfänglichem Schweigen gestand der bis dato völlig unbescholtene Mann die Serien-Brandstiftungen. Er hat dabei einen Schaden von mindestens 30 000 Euro verursacht. Am Mittwoch wurde der 49-Jährige dem Haftrichter vorgeführt. Da der Mann einen festen Wohnsitz hat, wurde er jedoch wieder freigelassen.

jam

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