Horror-Nachbar legt Feuer

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Bestens gelaunt: Zündler Franz A. vor Prozessbeginn.

München - Wer Streit mit diesem Nachbarn hat, kann sich auf die Hölle gefasst machen: Franz A. (63) zersticht Autoreifen, verstopft Schlüssellöcher und - laut Anklage der Staatsanwaltschaft München II - er legt Feuer!

Er lacht übers ganze Gesicht. Als Franz A. in den Gerichtssaal geführt wird, zeigt er beste Laune. Er hat seinen großen Auftritt, seine Abrechnung mit der Familie L. in Holzkirchen. Mit ihnen wohnte er bis zu seiner Verhaftung im September 2011 Tür an Tür in einem Mietshaus in der Münchner Straße. „Die haben sich breit gemacht“, regt der Angeklagte sich vor Gericht auf. So habe mal ein Brett von ihrer Terrasse auf die seine herübergeragt. Der frühere Immobilienmakler, der seit 2004 Sozialhilfe bezieht, liebt die Ordnung, die er bei seinen Nachbarn vermisst: „Da war mal eine Tropfspur über den ganzen Gang“, mosert er.  „Ab April 2001 ging es los, unfreundlich zu werden.“ Vor allem laute Musik zu den Nachtstunden habe ihn aufgeregt. Und: „Die sind über meinen Garten-Anteil marschiert.“ Richter Oliver Ottmann verwundert: „Haben Sie denn nie mit Ihren Nachbarn gesprochen?“

Nein, ein klärendes Gespräch gab es nie. Dafür Terror-Aktionen: Am  11. September stellte er einen brennenden Campingkocher unter den Opel seines Nachbarn, direkt unter den Tank! In der Anklage heißt es: „Durch das schnelle und zügige Eingreifen der Polizei konnte eine Explosion des Tanks verhindert werden.“ Elf Tage später brannte die Ausgangstür zum Garten der Familie L. Franz A. hatte Benzin ausgeschüttet und ein mit Benzin getränktes Seil als Lunte verwendet. Am 22. September erwischte Reinhard L. den Horror-Nachbarn, wie dieser das Schloss verstopfen wollte. Franz A. schoss danach auf auf ihn mit einer Steinschleuder! Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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