Horrorunfall: Münchnerin (41) bedankt sich bei ihren Rettern

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Tanja I. und ihre Retter (v. li.): Martin Knauer von der Feuerwehr, Michael Knauer vom Roten Kreuz, Bernhard Fankhauser (Wasserrettung), Andreas Eder (Bergrettung).

Tirol - Es gibt Menschen, die haben so viel Glück, dass man nur noch ungläubig den Kopf schütteln kann: Tanja I. (41) ist so jemand. Am 19. Januar kam sie im Zillertal mit ihrem Auto von einer Bergstraße ab, stürzte 40 Meter in die Tiefe.

Das erste Wunder: Die Mutter eines kleinen Buben überlebte den irren Unfall. Doch das ist nicht alles. Am Dienstag folgte nun Wunder Nummer zwei: Nach gut drei Wochen (11 Tagen davon im Krankenhaus) bedankte sich Tanja I. jetzt bei ihren Rettern. Höchstpersönlich und topfit!

Bilder vom Unfallort

Münchnerin überlebt 40-Meter-Sturz

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Der Wahnsinns-Unfall – die gelernte Fotografin kann sich an viele Details noch ganz genau erinnern: „Ich war schon den ganzen Nachmittag auf Motivsuche für ein Fotoshooting, wo ich auch auf der Schluchtstrecke unterwegs war“, erzählt die Münchnerin, die derzeit in Ramsau im Zillertal wohnt. Ihr war nicht ganz wohl. Kreislaufprobleme. Dann passiert es: Plötzlich wird ihr schwarz vor Augen! Tanja I. verliert die Kontrolle über den Wagen. „Dann merkte ich erst wieder, wie plötzlich der Airbag aufsprang, weil ich gegen die Leitschiene fuhr und diese durchbrach.“

Der unglaubliche Sturz: Der VW Touran von Tanja I. stürzte 40 Meter tief und wurde total zerstört.

Der Wagen mit der Fotografin stürzt in die Tiefe. In der Schlucht schlägt er mit dem Heck zuerst auf dem felsigen Boden auf. Eine Tatsache, die nach Meinung der Ersthelfer der Münchnerin wohl das Leben gerettet hat. Denn Tanja I. wird zwischen Sitz und Airbag gepresst. „Der nächste Moment, wo ich zu mir kam, war dann, wie ich im Auto lag – das kopfüber in einem Bach lag.“ Die Frau hört nur das Plätschern des Wassers. Trotz eines Lendenwirbelbruches und einer angeknacksten Rippe krabbelt das Unfallopfer aus dem Fahrzeug. „Dann legte ich mich auf meine Skibox, die sich durch den Absturz vom Wagen gelöst hatte.“

Es vergehen ein paar Minuten, Tanja I. sieht über sich Lichter. Jemand hat sie entdeckt. Es ist ein Zivildienstleistender, der das Loch in der Leitplanke bemerkt hatte. Nur wenig später wird Tanja vom Notarzt, von Feuerwehrlern und Mitgliedern des Roten Kreuzes geborgen und ins Krankenhaus geflogen. Am Montag stand sie nun ihren Helfern gegenüber, schüttelte freudestrahlend deren Hände: „Danke! Danke!“, sagte sie immer wieder. Das Wunder der Tanja I. „Sie war sehr tapfer“, hatte ein Ersthelfer sofort nach dem Unfall der tz erzählt. „Dass jemand so einen Unfall überleben kann – das hätte ich nie gedacht.“ Eins ist klar: Tanja I. wird wohl nun immer am 19. Januar ihren zweiten Geburtstag feiern.

age

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