Suche nach vermisstem Münchner: „Wir brauchen ein Wunder“

München - Der Münchner Firmenchef Josef Schmutterer wird weiter vermisst. Freunde und Verwandte verbrachten die Weihnachtstage nur mit bangen Blicken gen Himmel. Jede Minute ist kostbar!

Bei nur zehn Metern Sichtweite und Schneefall musste die Bergwacht jedoch lange im Tal bleiben. Erst am Sonntag konnten 20 Retter auf Skiern und ein Hubschrauber die Suche nach dem vermissten Münchner Firmenchef Josef Schmutterer (46) am Monte Baldo über dem Gardasee fortsetzen.

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Auch die Auswertung der Handydaten lässt die Hoffnung schwinden: Das letzte Mal hatte sich das Mobiltelefon des Geschäftsführers der Ernst Dozler GmbH (Ottobrunn) demnach schon am Tag des Verschwindens, am Freitag den 17. Dezember um 15:01 Uhr, in einem Sendemasten auf der Nordseite des Altissimo-Gipfels eingeloggt. „Die Polizei befürchtet deshalb, dass er schon beim Aufstieg mit den Tourenskiern verunglückt sein könnte“, berichtet Schmutterers Freund Matthias Lettenbichler der tz. Zu allem Überfluss steige die Lawinengefahr stetig, mittlerweile sei man fast bei fünf von fünf Warnstufen angelangt – ein Aufstieg zum Gipfel war für die Retter auch am Sonntag zu gefährlich.

Das Suchplakat für Josef Schmuttererer.

Zehn Tage nach dem Verschwinden des geübten Bergsportlers haben sich in Italien indes mehrere Freunde sowie Schmutterers Schwester zusammengefunden, um zu helfen. „Wir hoffen noch immer“, sagt Matthias Lettenbichler. „Aber wir sind realistisch: Um ihn jetzt noch lebend zu finden, brauchen wir nicht mehr ein kleines, sondern ein großes Wunder.“

nba.

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