Gerüchte um Traditionshaus

Hugendubel am Marienplatz: Doch Rettung?

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So soll das Haus am Marienplatz in Zukunft aussehen.

München - Gibt es für Hugendubel am Marienplatz doch noch eine Chance? Eigentlich müsste das Flaggschiff im nächsten Jahr raus aus dem Gebäude, weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde. Jetzt hat die Großbuchhandlung vielleicht doch eine Zukunft!

Der Clou: Der Nachmieter Telekom soll Teile des Gebäudes an Hugendubel weitervermieten. Nach 35 Jahren hatte die Bayerische Hausbau als Eigentümerin den Vertrag mit dem Traditionsgeschäft am Marienplatz nicht verlängert. Spätestens Ostern 2016 muss Hugendubel die Vorzeige-Filiale im Herzen der Stadt räumen, 2017 soll im Erdgeschoss sowie im ersten bis dritten Stock die Telekom einziehen – so der ursprüngliche Stand.

Das Stammhaus eröffnete 1979 am Marienplatz auf über 2000 Quadratmetern.

Verhandlungen zwischen der Telekom und Hugendubel sollen bereits laufen. Offiziell wollte die Spekulationen am Freitag keiner bestätigen. Die Bayerische Hausbau verwies auf tz-Nachfrage auf die Telekom. Von deren Seite hieß es nur: „Ein Teil des Gebäudes soll vermietet werden. Es gibt mehrere Interessenten. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.“ Immerhin: Ein Dementi sieht anders aus.

Firmenchefin Nina Hugendubel.

Hugendubel selbst ließ nur verlauten, dass es keinen neuen Sachstand zu berichten gebe. Diese Information wurde in einem Schreiben auch der Belegschaft mitgeteilt. Auch Verdi und der Betriebsrat von Hugendubel wussten nichts von möglichen Plänen in diese Richtung. Für die Hugendubel-Geschäftsführung dürfte eine Rettung des Standorts von großem Interesse sein: „Der Marienplatz ist das emotionale Herz des Unternehmens“, sagte Nina Hugendubel vor einem Jahr der tz. Vielleicht schlägt es noch länger.

CMY

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