Hugendubel-Sanierung: Sind Bohrmaschinen zu laut?

Stadträte fordern: Baustopp während des Glockenspiels

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Gegenüber des Rathauses wird am Hugendubel-Haus gewerkelt.

München - Jeder kennt das Schauspiel, das sich jeden Tag um 11 Uhr bietet, wenn am Rathaus die Schäffler zum Tanz antreten. Das Glockenspiel ist DER Touristenmagnet. Doch einige Stadträte fürchten, dass die Bauarbeiter, die am Hugendubel-Haus gegenüber werkeln, den Hörgenuss der Besucher schmälern.

„Momentan sieht man viele enttäuschte Gesichter, weil die Bohrmaschinen und anderen Gerätschaften der Baustelle die Glockenklänge bei Weitem übertönen“, heißt es in einem Antrag von Stadtrat Richard Progl (Bayernpartei) und seiner Fraktionskollegen Josef Assal und Ursula Sabathil (Freie Wähler). „Im Sinne einer touristenfreundlichen Weltstadt mit Herz müsste es möglich sein, die Arbeiten für wenige Minuten zu unterbrechen, um den Besuchern den vollen Genuss dieser ureigenen Münchner Tradition zu ermöglichen.“

Touristenmagnet: Das Glockenspiel ertönt um 11, 12 und 17 Uhr.

Die Stadträte baten OB Dieter Reiter (57, SPD) darum, dafür zu sorgen, dass die lärmintensiven Bauarbeiten während des Glockenspiels drei mal täglich für je fünf Minuten eingestellt werden. Jetzt antwortete die Stadt: „Wir haben den Bauherrn des Umbaus kontaktiert. Dieser teilte mit, dass die Problematik rechtzeitig erkannt und daher der Rohbauunternehmer vertraglich zur Unterlassung lärmintensiver Arbeiten während der Dauer des Glockenspiels verpflichtet wurde.“ Leider habe sich der Rohbauunternehmer während der ersten Wochen nicht an diese Bestimmung gehalten. Ende März habe man ihn dazu nochmals angehalten.

Beim Bauherren, der Bayerischen Hausbau, heißt es: „Uns sind bislang keine Fälle von Nichtbefolgung bekannt. Vorsorglich haben unsere Mitarbeiter gleichwohl vor Ort nochmals darauf hingewiesen und die Beteiligten entsprechend sensibilisiert.“ 

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