Hund bellt stundenlang in Schwabing

Polizeieinsatz - weil Bello biesln muss

München - So einen Einsatz erleben die Beamten wohl nicht alle Tage: Weil ein Hund stundenlang in einer Wohnung bellte, alarmierten Nachbarn die Polizei. Doch der Notfall entpuppte sich als Biesl-Bedürfnis.

Zwei Stunden lang bellte am Samstag ein Hund in einer Wohnung in der Hohenzollernstraße unentwegt vor sich hin. Dann alarmierten besorgte Nachbarn um 23.45 Uhr die Polizei. Denn: Eigentlich galten Hund und Herrchen als sehr zuverlässig. Eine derartige Bell-Attacke sei bis dato noch nie vorgekommen. Auch auf Klingeln reagierte in der Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses niemand. Da sich die Anwohner große Sorgen darüber machten, dem Besitzer könne etwas zugestoßen sein, verständigten sie die Beamten.

Polizei und Feuerwehr entschieden sich daraufhin dazu, mit Hilfe einer Drehleiter zu einem geöffneten Fenster im zweiten Stock zu gelangen, um von dort aus die Wohnung zu inspizieren. Das Fenster wurde laut Polizei geöffnet, ein Diensthundeführer kletterte in die Wohnung - und wurde dort sofort von dem aufgeregten Hund begrüßt. Der Vierbeiner ließ sich von dem Beamten schnell beruhigen.

Dann die gute Nachricht: Neben dem Hund befand sich niemand in der Wohnung. Doch den Vierbeiner plagte offensichtlich ein „dringendes Bedürfnis“. Kurzerhand ging der Diensthundeführer mit Bello Gassi. Zwischenzeitlich konnte auch der Wohnungsinhaber telefonisch erreicht werden. Er kam zur Wohnung zurück und kümmerte sich wieder um seinen Hund. Er wurde wegen Ruhestörung angezeigt.

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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