Fuchsjagd: Terrier Gucki hält Feuerwehr auf Trab

Solln - Gucki schmust zwar gern, ist aber auch ein waschechter Jagdhund - das hat er bei einer Fuchsjagd unter Beweis gestellt. Wie er die Feuerwehr auf Trab hielt:

Sein Jagdtrieb wurde einem Jack Russel-Terrier in Solln am Dienstag fast zum Verhängnis.

Der sechsjährige Gucki hatte die Fährte eines Fuches aufgenommen, der sich in einem Loch unter einer Doppelgarage verschanzt hatte. Gucki dachte gar nicht daran, den Zurufen seines Frauchens zu folgen und versuchte den Eindringling mit lautem Bellen zu vertreiben. Als der Terrier nach einer knappen Stunde immer noch nicht von dem Fuchs ablassen wollte, wusste sich die Besitzerin nicht mehr zu helfen und rief die Feuerwehr.

Um an das Tier zu kommen, blieb den Männern  nur eine Möglichkeit: Sie mussten in den frostharten Boden eine ziemlich große Öffnung garben. Ein nicht alltägliches Bild bot sich dann dem Feuerwehrmann, der mit einer Taschenlampe in das Loch leuchtete: Schnauze an Schnauze lagen sich Gucki und ein großer Fuchs gegenüber und knurrten und bellten, was das Zeug hielt. 

Hund jagt Fuchs

Selbst jetzt ließ sich der Hund nicht von dem Fuchs abbringen. Mehrere Versuche, das Tier mit Stangen und Gartengeräten aus dem Loch zu bringen, scheiterten. Gerade als die Feuerwehrler erwogen, eine der Garagen mit Druckluftkissen anzuheben, hatte Gucki genug. Auf der anderen Seite der Garage, wo der Fuchsnau offenbar eine zweite Öffnung hatte, tauchte er wieder auf und peilte gleich den nächsten Busch an, um dort seine Anspannung "abzulassen".

Offensichtlich stolz über seine Heldentat ließ er sich anschließend schwanzwedelnd einfangen und der glücklichen Besitzerin übergeben.

Die Rangelei hat bei Gucki recht glimpfliche Spuren hinterlassen: Außer einiger Kampfspuren an der Schnauze blieb der Terrier bei seinem Jagdabenteuer unverletzt.

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