Hunde-Verbot am Gollierplatz

Die Grünfläche am Gollierplatz dient oft als Gassi-Platz für Hunde. Verbotspoller für die Tiere lehnte die Stadt dort bislang ab. Das soll sich ändern.

Am Gollierplatz auf der Schwanthalerhöhe kämpfen Eltern und Bezirksausschuss schon seit Langem gegen die vielen frei laufenden Hunde, die dort ihr Unwesen treiben. Jetzt soll etwas geschehen.

Die Nachricht war ein Schock für alle Eltern kleiner Kinder: Ein Labradormischling stürzt sich bei einem Straßenfest in Harlaching auf die kleine Pauline (2) und verbeißt sich im Gesicht des Mädchens (tz berichtete). Nicht erst seit diesem Vorfall geht die Angst vor den struppigen Vierbeinern um. Am Gollierplatz auf der Schwanthalerhöhe kämpfen Eltern und Bezirksausschuss schon seit Langem gegen die vielen frei laufenden Hunde, die dort ihr Unwesen treiben. „Es kommt immer wieder vor, dass Hunde Kinder anspringen und umwerfen“, sagt der Bezirksausschussvorsitzende Ludwig Wörner (SPD) zu Hallo München.

Das Hauptproblem seien aber gar nicht die Tiere, sondern vielmehr deren Halter. Viele kämen aus einer schwierigen Klientel, oft sei Alkohol im Spiel. Auf die Problematik angesprochen, zeigten sie sich oft ignorant. Deshalb fordern Eltern und Bezirksausschuss, einen Leinenzwang für den Gollierplatz zu prüfen oder das Areal komplett für Hunde sperren zu lassen. Die Forderungen sind nicht neu. Bereits vor vier Jahren verlangte der Bezirksausschuss von der Stadt, Poller mit Verbotsschildern aufzustellen – ohne Erfolg. „Dann hätten wir wenigstens eine rechtliche Handhabe“, sagt BA-Chef Wörner. Damals habe ihm die Gartenbauabteilung des Baureferats lediglich geantwortet, dass man nicht genügend Personal habe, um eine derartige Regelung zu überwachen. „Ein Armutszeugnis“, findet Wörner.

Der Viertel-Chef hofft, dass die Behörde jetzt einlenkt: „Die Lage ist hochexplosiv.“ Beim Baureferat ist man sich der Problematik durchaus bewusst. „Wir werden prüfen, ob wir den Teil des Platzes, der noch nicht eingezäunt ist, mit Hundepollern versehen“, so eine Sprecherin. Dann dürften Hunde nur noch an der Leine auf den Wegen laufen. Ein komplettes Hundeverbot für den Platz sei aber fraglich.

Die CSU-Stadträte Reinhold Babor und Manuel Pretzl forderten zudem am Dienstag per Stadtrats-Antrag, dass Münchens Spielplätze künftig eingezäunt werden. Zwar sei es ohnehin verboten, dass sich Hunde auf einem Spielplatz aufhalten: „Aber manche Hundehalter missachten dieses Gebot“, heißt es in dem Antrag. Ein eingezäunter Spielplatz mit Eingängen würde künftig Hundeattacken verhindern.

Tobias Gehre

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