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Polizei befreit Baby-Pinscher

Hunde-Welpe Manni: In den Fängen der Bettler-Mafia

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Pinscher Manni war ein Bettelhund.

München - Der kleine Manni findet alle Menschen toll. Das ist eigentlich ein Wunder. Denn von Menschen hatte der winzige Pinscher-Welpe bislang wenig Gutes erfahren - er befand sich in den Fängen der Bettler-Mafia.

In der Sendlinger Straße entdeckte eine Streife der Altstadt-Polizeiinspektion am Dienstag um 11.30 Uhr einen Bettler, der mit einem herzzerreißend süßen Pinscher-Welpen Kasse machte.

Die Polizisten nahmen den Mann mit zur Personalienfeststellung. Der kleine Hund wurde beschlagnahmt. Kurz darauf holte eine Tierheim-Mitarbeiterin das Kerlchen ab. Tierärztin und Pfleger waren entsetzt: „Der Hund ist erst wenige Wochen alt, ist viel zu früh von seiner Mutter getrennt worden. Das ist eine solche Gemeinheit. Denn diesen Tieren wurde die wichtige Phase der Prägung genommen. Das hat später oft Verhaltensstörungen zur Folge“, ärgert sich Judith Brettmeister, Sprecherin des Tierschutzvereines.

Betteln mit Tieren ist ein gutes Geschäft.

Weil der kleine Manni offensichtlich noch nie geimpft wurde und seine Herkunft unbekannt ist, stehen ihm nun zwei lange Monate Quarantäne bevor. Das heißt: Zwei Monate keinen Auslauf ins Freie. Zwei Monate keine Spielkameraden. Er lebt in einer Einzelbox und hat nur sehr begrenzten Kuschel-Kontakt zu seinen Pflegern: „Das ist schwer für so ein liebebedürftiges Hundekind“, bedauert Brettmeister. Denn Manni könnte ansteckende Krankheiten haben – allen voran die gefürchtete Tollwut, die für Tier und Mensch nahezu immer tödlich endet. Die Inkubationszeit des Virus liegt meist zwischen 20 bis 70 Tagen. Der Mensch infiziert sich hauptsächlich durch den Kontakt mit Speichel von einem infizierten Tier.

Der kleine Manni wirkt vital, lustig und gesund. Doch das kann täuschen: „Wir wissen, dass die Bettler-Hunde oft mit Antibiotika vollgepumpt werden, damit sie ein paar Tage durchhalten.“

Das Betteln innerhalb des Altstadtrings bis zum Hauptbahnhof ist verboten. Eine Verfügung, die nicht nur die Tier-Bettler regelmäßig unterlaufen. Wer wirklich helfen will, sollte niemals solch ein Hündchen kaufen, sondern lieber gleich die Polizei rufen.

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