Streit an U-Bahnhof eskaliert

Hundehalter zieht Waffe bei Kontrolle - SEK-Einsatz

München - Ein Hundehalter ist bei einer Kontrolle im U-Bahnhof Scheidplatz völlig ausgerastet. Der Mann zog eine Waffe. Zunächst konnte er flüchten, dann wurde er von einer Spezialeinheit überwältigt. 

Am Freitag gegen 19.10 Uhr verwies eine U-Bahnstreife nach Polizeiangaben am Bahnhof Scheidplatz einen 47-jährigen Arbeitslosen aus dem U-Bahnbereich, da er seinen Hund nicht angeleint hatte. Im Rahmen der Kontrolle bemerkten sie, dass der Mann im Hosenbund ein Messer hatte und riefen Polizeibeamte zur Verstärkung hinzu.

Als der Mann sah, dass ihn die Polizisten und Angestellten der U-Bahnwache verfolgten, zog er unvermittelt eine Pistole und zielte damit bedrohlich auf die Einsatzkräfte. Als diese Deckung suchten, nutzte dies der Mann zur Flucht. Durch sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen konnte der Aufenthaltsort des Mannes in einer Wohnung in der Schleißheimer Straße ermittelt werden.

Eine Spezialeinheit der Polizei konnte schließlich den Mann ohne Gegenwehr in seiner Wohnung festnehmen. Das Messer führte er aber noch immer am Körper. Bei der aufgefundenen Pistole handelte es sich eine Schreckschusswaffe.

Bei der Wohnungsdurchsuchung konnten Betäubungsmittel und diverse Verkehrszeichen sichergestellt werden.

Ersten Ermittlungen zufolge, stahl der Mann nach seiner Flucht aus dem U-Bahnhof auf dem Nachhauseweg Alkohol aus einem Supermarkt und ist wohl auch für einen Vorfall, der sich zwei Stunden davor ereignete, verantwortlich, als ein Unbekannter im Luitpoldpark Schüsse abfeuerte. Gegen den Beschuldigten wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht.

Rubriklistenbild: © dpa

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