München wehrt sich gegen Rechtsextreme

Bunt schlägt Braun

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Mehrere Hundert Menschen waren bei  der Demonstration gegen Rechts

München - 1000 Polizisten und bis zu 1500 Gegendemonstranten eskortierten am Samstag  die Demo einer überaus merkwürdigen Gruppierung, die OB Christian Ude als „erbärmliches Häuflein“ bezeichnete.

Und erbärmlich war es in der Tat, was die als rechtsextrem eingestuften, gerade mal 20 Anhänger der Bewegung „Pro Deutschland“ in ihrem dümmlichen Hass gegen Muslime, den Islam  und Moscheen ablieferten.

Der Berliner Landesvorsitzende, Lars Seidensticker (ehemals DVU-Mitglied), wurde bereits auf den ersten Metern seiner Mini-Demo wegen versuchter Körperverletzung festgenommen. Er verbot dem Münchner NPD-Stadtrat Karl Richter die Teilnahme an seiner Demo, vergriff sich dabei aufs Peinlichste in der Wortwahl und begann, Richter durch die Gegend zu schubsen. Da griff die Polizei zu. Erst am Sendlinger Tor war Seidensticker wieder da.

Eine Sitzblockade von 48 Gegendemonstranten löste die Polizei geschickt in Form eines Baby-Kessels: Die jungen Leute wurden eng  umringt, die Demo an ihnen vorbeigeführt. Elf Gegendemonstranten wurden festgenommen, weil sie u.a. verbotene Gegenstände  (Billardkugeln, Messer, etc.) dabei hatten. In der Innenstadt kam es zu Staus. 94 Autos wurden abgeschleppt.

Für Gelächter sorgte das Kamerateam des NDR-Satiremagazins „Extra3“, das als „Türk-TV“  einzelne Pro-Deutschland-Repräsentanten interviewte.  Der Sendetermin steht noch nicht fest.

Dorita Plange

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