"Angegriffen, geschlagen und getreten"

Camp-Räumung: Schwere Vorwürfe gegen Polizei

+
Unterstützer des Münchner Hungerstreik-Camps haben der Polizei ein brutales Vorgehen gegen die Asylbewerber vorgeworfen.

München - Unterstützer des Münchner Hungerstreik-Camps haben der Polizei ein brutales Vorgehen gegen die Asylbewerber vorgeworfen.

Nach der Räumung des Lagers erklärte der Anmelder der ursprünglichen Kundgebung, Houmer Hedayatzadeh, Hungerstreikende seien „angegriffen, geschlagen und getreten“ worden. Asylbewerber seien im Polizeipräsidium gezwungen worden, sich nackt auszuziehen und hätten dort trotz Lebensgefahr keinerlei medizinische Versorgung erhalten.

Lesen Sie auch

Asylbewerbercamp in München geräumt

Ude begründet Räumung mit Lebensgefahr

13 Hungerstreik-Unterstützer festgenommen

Der Münchner Polizeivizepräsident Robert Kopp hatte dagegen erklärt, erst die Polizei habe es Ärzten ermöglicht, die zum Teil extrem geschwächten Hungerstreikenden - darunter drei Kinder - ins Krankenhaus zu bringen. Sogenannte Unterstützer hätten Notarztwagen blockiert. Gegen zehn Hungerstreikende sei bei der Räumung „unmittelbarer Zwang angewendet“ worden, aber es sei niemand verletzt worden.

Hier räumt die Polizei das Asylbewerbercamp

Hier räumt die Polizei das Asylbewerbercamp

Die Münchner Sozialreferentin Brigitte Meier sagte am Sonntagmittag, zwei am Hungerstreik beteiligte Familien seien inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und in Apartments untergebracht, einige andere würden in städtischen Asyl-Unterkünften betreut.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion