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I Blame Coco im Backstage: Die tz-Kritik

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Sie ist die Tochter von Sting, aber sicher kein „Töchterchen“: Coco Sumner (Archivfoto)

München - Trotz Bronchitis hat Sting-Tochter Eliot Paulina "Coco" Sumner mit ihrer Band I Blame Coco im Backstage überzeugt: die tz-Kritik.

Kimberly Stewart, Peaches Geldof und Leah Wood sind allesamt Töchter von Rockstars. Neulich waren die drei nackt auf dem Cover des Tatler-Magazins zu sehen. Sogenannte It-Girls eben. Als It-Girl geht man auf angesagte Partys, kassiert eine Menge Geld dafür und wird irgendwann mal Schmuckdesignerin. So läuft das in den meisten Fällen. Eliot Paulina Sumner – kurz Coco – ist auch Tochter eines Rockstars. Ihr Papa ist Sting, der legendäre Frontsänger von The Police. Coco steht aber nicht auf Nagellack und stundenlange Termine beim Friseur. Sie kaut Fingernägel, hat zuweilen fettiges Haar und eine eigene Band namens I Blame Coco. Und die hat gar nichts mit ihrem Papa zu tun. Für ihn hat sie nur folgende Worte übrig: „Musik mit Daddy? Das wäre furchtbar!“

Ihre Wurzeln kann aber selbst Coco nicht verheimlichen. Vor allem ihre ungemein düstere Stimme erinnert stark an ihren Papa. Ansonsten gibt sie sich aber auf ihrem Debutalbum The Constant alle Mühe, ihr eigenes Ding zu drehen. Und es gelingt ihr. The Constant ist eine düstere Elektro-Pop-Platte, die aber auch mit melancholischen und durchaus tanzbaren Nummer überzeugt.

Am Montag waren I Blame Coco im Münchner Backstage zu Gast. Knapp 600 Leute, rauchige Kel-leratmosphäre, perfekte Voraussetzungen also für die kleine (!) Rebellin. Überpünktlich sprang die Band um 21.30 Uhr auf die Bühne, und Coco trällerte die erste Nummer des Abends ins Mikro: Party Bag. Auffallend dabei: Cocos Stimme war noch viel tiefer und rauer als sonst.

„Ich bin krank“, sagte sie vor der Ballade It’s about to get worse. „Ihr müsst mir jetzt helfen!“ Coco kämpfte, gab aber nicht auf. Vor allem ihr Freudentanz – so nennt sie diese unkoordinierte Bewegung sämtlicher Gliedmaßen – und ihre unbeholfenen Versuche, das Publikum mit der Becker-Faust mitzureißen, machten sie sympathisch und vor allem authentisch. Spätestens als Coco den Klassiker The Chain von Fleetwood Mac coverte, hatte sie dann tatsächlich alle Herzen für sich gewonnen.

Eine knappe Stunde später sang sie die letzte Nummer des Abends: Caesar. Kein Wunder, Cocos Stimmbänder dürften bis dahin schon durchlöchert gewesen sein. Was blieb, war der süße Nachgeschmack einer Göre, die tolle Musik macht. Gut gemacht, little Miss Sting! Pardon: Coco natürlich …

J. Carlos Menzel Lopez

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