News-Ticker zu den IAA-Demos

IAA-Demos beendet: Lage in München eskalierte am Tag - Polizisten setzten Schlagstöcke ein

IAA-Demo in München.
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IAA-Demo in München.

Zweiter IAA-Protesttag in München. Neben einer Radsternfahrt sind wieder viele Demos geplant. Polizei und Demonstranten liefern sich eine Auseinandersetzung. Der News-Ticker.

  • Am Samstag finden wieder zahlreiche Protestaktionen im Rahmen der IAA Mobility in München statt.
  • Die Radler der Protest-Sternfahrt haben bereits ihr Ziel an der Theresienwiese erreicht (Update 15.53 Uhr).
  • Polizei und Demonstranten prallen aufeinander - auch Pfefferspray und Schlagstöcke werden eingesetzt (Update 15.11 und 15.30 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.
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Update vom 11. September, 18.13 Uhr: Inzwischen hat Polizeisprecher Andreas Franken eine erste Bilanz der heutigen Demonstrationen gezogen. Gegenüber Medienvertretern zeigte er sich zufrieden mit dem Polizeieinsatz. Auf der Theresienwiese sei es zu keinerlei Störungen gekommen. Die einzige nennenswerte Störung habe es auf der Luisenstraße gegeben, weil Demonstrationsteilnehmer Bäume besetzt hätten, um dort Banner aufzuziehen. Die Einsatzkräfte hätten zweimal Pfefferspray eingesetzt, weil die Situation zunächst unklar war. Hätte man gewusst, dass es nur um ein Banner geht, hätte sich die Polizei sofort zurückgezogen, erklärt Franken.

IAA-Demo in München: Veranstalter gehen von 25.000 Teilnehmern aus

Update vom 11. September, 17.41 Uhr: Die Veranstalter gingen von 25.000 Teilnehmern bei einem Demonstrationszug und einer Fahrradsternfahrt aus, die sich am Samstagnachmittag auf der Theresienwiese trafen, wo normalerweise das Oktoberfest stattfindet. Den Veranstaltern zufolge beteiligten sich rund 5000 Personen an der Demonstration und 20.000 an der Sternfahrt. Die Polizei hatte zu Beginn des Demonstrationszuges die Beteiligung an ihm auf einen Wert im niedrigen Tausenderbereich geschätzt.

Ersten Informationen zufolge verliefen Demonstration und Sternfahrt weitgehend friedlich. Den Veranstaltern waren zunächst keine Vorkommnisse bekannt. Allerdings berichtete der Grünen-Landtagsabgeordnete Markus Büchler, der die Demonstration als „parlamentarischer Beobachter“ begleitet hatte, von mindestens einer „Schlagstockszene“, die er beobachtet habe. Zudem bestätigte er Aussagen des Aktionsbündnisses „Sand im Getriebe“, dass aus der Demonstration heraus zwei Bäume besetzt worden seie.

Die Kundgebung auf der Bühne ist bereits beendet.

Update vom 11. September, 16.29 Uhr: Der Demozug hat sich wieder in Bewegung gesetzt, wie auf mehreren Videos und Fotos auf Twitter zu sehen ist. Begleitet von der Polizei wird der Zug derzeit am Hauptbahnhof vorbeigeleitet.

IAA-Protest: Rad-Demo erreicht Theresienwiese

Update vom 11. September, 15.53 Uhr: Während beim Demozug nichts mehr vorangeht, sind die Radler zu Tausenden an der Theresienwiese angekommen. Die Polizei München schreibt auf Twitter: „Die Radsternfahrt wurde vor Kurzem auf der Theresienwiese mit mehreren tausend Teilnehmenden beendet. Wir wünschen eine gute und sichere Heimfahrt. Bitte beachtet die Hinweise der S-Bahn München bezüglich der Mitnahme von Fahrrädern.“ Und auch zur Demo äußerten sich die Ordnungshüter: „An die Teilnehmenden der Versammlung in der Luisenstraße: Der Demozug steht aktuell. Aus polizeilicher Sicht spricht nichts dagegen, weiter auf der geplanten Aufzugstrecke zu gehen.“

Update vom 11. September, 15.30 Uhr: Die Situation rund um den Demonstrationszug scheint immer mehr zu eskalieren. Auf einem der jüngsten Videos des Bild-Reporters Keim sieht man, wie ein Polizeitrupp umringt von Demonstranten zum Pfefferspray und zum Schlagstock greift. Beide Seiten wollen keinen Meter weichen. Wird die Demonstration bald aufgelöst?

IAA-Protestzug angehalten: Polizei muss gegen Aktivisten vorgehen

Update vom 11. September, 15.11 Uhr: Die Situation in München wird immer brenzliger. Zwei Aktivisten sind, wie auf einem Video des Bild-Reporters Keim zu schließen, auf einen Baum geklettert. Die Polizei musste einschreiten und drängte die Masse an Demonstranten zurück. Die Lage könnte jederzeit eskalieren.

Update vom 11. September, 14.48 Uhr: Auch bei der Protest-Sternfahrt geht es weiter voran. In einem Video aus Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) sieht man, wie sich die Teilnehmer aus Augsburg und Herrsching zusammengetan haben. Gemeinsam geht es weiter in Richtung München.

IAA-Protestzug vorerst gestoppt - Demonstranten zünden Rauchbombe

Update vom 11. September, 14.35 Uhr: Vorerst geht es nicht weiter. Der Demonstrationszug durch München wurde an der Paul-Heyse-Straße gestoppt. Im Pulk aus Menschen wurden Pyros gezündet. Die Polizei scheint sich darauf vorzubereiten, einschreiten zu müssen. Der Bild-Reporter Karl Keim begleitet den Zug und hat Videos davon auf Twitter hochgeladen.

Update vom 11. September, 14.17 Uhr: Der Demonstrationszug hat sich in Bewegung gesetzt. Von der Theresienwiese aus geht es in Richtung Innenstadt. Begleitet werden die Demonstranten von zahlreichen Polizisten. Bislang scheint noch alles friedlich abzulaufen.

Update vom 11. September, 13.49 Uhr: Die Radler der Protest-Sternfahrt nähern sich immer weiter der Landeshauptstadt an. Teilweise haben sie auch schon die Randbezirke erreicht. Sie reisen unter anderem aus Regensburg und Augsburg an, wie ein Sprecher des Fahrradclubs ADFC sagte. Insgesamt soll die Sternfahrt auf 16 Routen zur Theresienwiese fahren und dort gegen 15 Uhr ankommen.

Klimaradler nähern sich aus Richtung Wolfratshausen der Landeshauptstadt.

Neben den beiden Großdemos - also der Radsternfahrt und der Kundgebung auf der Theresienwiese - erwartet die Polizei auch weitere Störungen rund um die IAA. Es sei möglich, dass es erneut zu Versuchen kommen werde, Polizeiabsperrungen zu überlaufen. Auch am Samstag werde man - wenn es die Situation erfordere - mit Zwangsmaßnahmen reagieren, sagte ein Polizei-Sprecher. „Eine polizeiliche Absperrung hat keinen Empfehlungscharakter.“ Er hoffe aber, dass alles friedlich bleibe.

IAA-Demos: Die Kundgebung auf der Theresienwiese ist in vollem Gange

Update vom 11. September, 13.01 Uhr: Die Kundgebung an der Theresienwiese hat mittlerweile begonnen. Im Laufe der nächsten Stunden werden Vertreter verschiedener Organisationen und Vereine sprechen. Angekündigt wurden unter anderem, Marion Tiemann von Greenpeace, Christioph Bautz von Campact, Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe und Kerstin Haarmann vom VCD. Währendessen haben sich erste Demonstrationsgruppen bereits in Stellung gebracht.

Die Polizei München ist indes gut auf die Proteste vorbereitet. Erneut seien rund 4500 Kräfte im Einsatz, verriet der Pressesprecher Andreas Franken mehreren Medienvertretern am Esperantoplatz. „Wir hoffen, dass wir eine friedliche Versammlung erleben werden“, sagte Franken der SZ. Die letzten Tage hätten aber auch gezeigt, dass vereinzelt versucht werde, Polizeiketten zu durchlaufen. Darauf werde man reagieren.

IAA-Protest: Polizei warnt Radler vor rutschigen Straßen

Update vom 11. September, 11.16 Uhr: Der Protesttag in München hat begonnen. Die ersten Aktivisten und Aktionen laufen bereits. So wurde vor wenigen Minuten ein erstes Transparent in der Nähe des Porsche Stands am Wittelsbacherplatz aufgehängt. „Mit Vollgas in die Klimakrise?“, ist darauf zu lesen.

Derweil warnt die Polizei die Radfahrer der Protest-Sternfahrt auf Twitter vor den Gefahren rutschiger Straßen. „Bitte achtet heute beim Radfahren insbesondere auf die Trambahnschienen. Wegen des Regens können diese besonders glatt sein.“ Immer wieder wurde für den heutigen Samstag Regen angekündigt.

Erstmeldung vom 11. September, 9.35 Uhr: München - Noch zwei Tage läuft die IAA Mobility in München. Zwei Tage, in denen die Autobranche zeigt, was sie an Innovationen und Technik aufzubieten hat. Zwei Tage aber auch, in denen Münchens Straßen voll mit Demonstranten und Polizisten sein werden. Besonders am Samstag sind noch einmal viele Aktionen von verschiedenen Bündnissen geplant. Außerdem wird es eine große Radsternfahrt mit geschätzt 35.000 bis 40.000 Teilnehmern geben. Es wird also eng und teils wohl auch ungemütlich auf Münchens Straßen an diesem Wochenende.

Proteste und Demos rund um die IAA Mobility: Radsternfahrt auch auf der Autobahn?

Aus allen Himmelsrichtungen strömen heute Radler nach München um für weniger Verkehr und mehr Klimaschutz zu protestieren. Organisiert wird diese Sternfahrt von einem Bündnis aus ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub), Attac, BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, Naturfreunde und VCD. Sie fordern eine Politik, die nicht das Auto, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt, heißt es auf der Homepage des ADFC. Auf insgesamt 17 Routen soll es für die mehreren tausend Radler in die Landeshauptstadt gehen. Die Straßen werden also voll sein. Auch in München sind vier Sammelpunkte geplant. Um 12.30 Uhr wollen sich die Biker entweder am Ostbahnhof, in der Studentenstadt, in Nymphenburg oder im Westpark treffen. Ab 13 Uhr wird dann losgeradelt. Auch eine Familien-Sternfahrt ist geplant. Sie beginnt um 13 Uhr am Olympiapark.

Spätestens ab dann gilt erhöhte Vorsicht für alle Autofahrer. Denn manche Routen sind teilweise auch für Autobahnabschnitte geplant worden. Dies wurde zwar behördlich untersagt, aber eine Klage soll schon vorbereitet sein. „Das Demonstrations- und Versammlungsrecht muss schwerer wiegen als der Anspruch, jederzeit und überall ungestört mit dem Auto fahren zu können“, so das Demo-Bündnis.

Neben der Radsternfahrt sind auch zahlreiche andere Demos in München geplant. Hotspot wird wohl die Theresienwiese sein. Dort haben auch zahlreiche Klima- und Umweltaktivisten ihre Zelte aufgeschlagen. Um 12 Uhr soll dort eine erste Kundgebung starten. Von dort aus geht es dann zu Fuß weiter. Ab 15 Uhr geht es für viele Demonstranten wieder zurück zur Theresienwiese. Auf dem Programmplan stehen Auftritte von Bands und Reden von Aktivisten. Um 17 Uhr ist Schluss. Die Straßen werden dann aber nicht weniger leer sein, wenn die Teilnehmer wieder nach Hause fahren. In München droht am Samstag also ein Verkehrskollaps.

IAA-Proteste eskalierten in München (Video)

Demos rund um die IAA Mobility: Am Freitag gab es zahlreiche Auseinandersetzungen mit der Polizei

Die Münchner Polizei wird auch am Samstag wieder zahlreich im ganzen Stadtgebiet vertreten sein. Am Freitag waren bereits rund 4500 Beamte im Einsatz. Es gab mehrfach Auseinandersetzungen zwischen den Beamten und den Demonstranten. Teilweise mussten die Ordnungshüter auch vom Schlagstock und Tränengas Gebrauch machen. Der Mercedes-Stand am Odeonsplatz musste über Stunden schließen. Der Audistand am Wittelsbacherplatz wurde ebenfalls kurzzeitig blockiert. Zudem die A94, also der Weg zur Messe selbst. Hauptverantwortlicher war ein Kletterer, der bereits am Dienstag die A8 lahmlegte. Ein Haus in der Karlstraße wurde parallel zum angekündigten Protestzug besetzt. Außerdem wurde das Haus des VW-Chefs Herbert Diess im Glockenbachviertel mit Graffitti beschmiert. Insgesamt nahm die Polizei - eigenen Angaben nach - 16 Personen fest. (tel)

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