Automesse in München

4500 Polizisten werden für IAA mobilisiert - Innenminister Herrmann befürchtet „gewalttätige Proteste“

Neue Erkennbarkeitswesten der bayerischen Polizei
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Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht über die Polizeipräsenz bei der Automesse in München. (Archivbild)

In gut einer Woche startet die Automesse IAA in München. Innenminister Herrmann geht von blockierten Straßen und Protesten aus dem linksextremen Spektrum aus.

München - Am 7. September beginnt die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA). Erstmals findet die Automesse in München anstatt in Frankfurt am Main statt. Zum Neustart wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält gewalttätige Proteste auf den Straßen während der Messe für möglich. „Wir stellen bundesweit und über Deutschlands Grenzen hinaus fest, dass sich das linksextreme Spektrum mobilisiert“, sagte Herrmann im Interview mit der Bild.

IAA in München: Minister Herrmann rechnet mit blockierten Straßen und Protesten

Man müsse mit Störungen, blockierten Straßen und möglicherweise auch mit „gewalttätigen Protesten“ ­rechnen, so Herrmann. Brandanschläge auf Autohäuser - wie 2019 in Frankfurt - wolle man „bestmöglich verhindern“. Dafür habe die bayerische Polizei in ihrem Einsatzkonzept derartige Szenarien im Blick.

Die Polizei werde zum Schutz der Messe mit bis zu 4500 Beamten in München vor Ort sein. „Wir bekommen Unterstützung aus Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen, NRW, Sachsen, Schleswig-Holstein und ­Thüringen“, so Herrmann gegenüber der Bild.

Herrmann über Proteste bei der IAA: „Es gibt Autogegner, die die Automobilbranche als Feind sehen“

Laut Herrmann mache es auch keinen Unterschied, dass es bei der IAA um moderne Antriebstechniken geht. „Es gibt militante Autogegner, die die Automobilbranche als Feind sehen.“ Es spräche nichts gegen friedliche Proteste, bei Randale werde die Polizei allerdings „umgehend und konsequent eingreifen“.

Dass die IAA an mehreren Standorten stattfinden wird, unter anderem auch in der Münchner Innenstadt, stelle die Polizei vor besondere Herausforderungen. Am 20. August fand bereits eine Demonstration gegen die Automesse statt. Sie stieß jedoch eher auf geringes Interesse. Nach Angaben der Polizei kamen nur etwa 75 Teilnehmer. (dpa/tkip)

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