Illegale Geschäfte mit Iran - zweieinhalb Jahre Haft

München - Ein Kaufmann iranischer Herkunft ist am Donnerstag vom Münchner Landgericht wegen illegalen Geschäften mit seiner Heimat zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der Kaufmann hatte rüstungstaugliche Waren illegal in seine Heimat ausgeliefert. Zusätzlich zu der Haftstrafe muss er eine Geldstrafe von 90 000 Euro zahlen. Der 54-jährige Angeklagte hatte von 2001 bis 2006 ohne Genehmigung Produkte im Wert von rund 575 000 Euro in Iran exportiert. Die über eine Spedition in Karlsfeld bei München gelieferten Waren wie Salpetersalz und Heizstäbe waren auch für militärische Zwecke verwertbar.

Das Gericht ging nach mehrtägiger Beweisaufnahme aber nicht davon aus, dass dem Angeklagten das bewusst gewesen war. Für die Verwendung der Produkte in der Rüstung gebe es auch keinen Nachweis.

Wegen der “überlangen Verfahrensdauer“ erklärte das Gericht elf Monate der Haftstrafe für vollstreckt. Der Angeklagte war im November 2006 verhaftet worden, kam aber im Februar 2007 gegen Auflagen auf freien Fuß. Ein Betrag von 18 000 Euro aus seinem Gewinn wurde eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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