München erlässt neue Verfügung 

Immer mehr Corona-Neu-Infizierte: Alkoholverbot kommt ab Mittwoch

Party in der Muenchner Innenstadt
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Feiern am Gärtnerplatz wird ab 23 Uhr verboten.

In München wird am Mittwoch eine neue Allgemeinverfügung mit Alkoholverboten erlassen. Das teilte gestern die Verwaltung mit. Damit will die Stadt den Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr sowie den Konsum alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum untersagen. Diese Verbote werden lokal begrenzt – beispielsweise auf den Gärtner-, den Baldeplatz sowie auf Gebiete zwischen den Isarbrücken.

Damit reagiert die Verwaltung auf zwei Gerichtsurteile, die das Vorgehen, stadtweite Verbote zu erlassen, als unverhältnismäßig klassifiziert hatten. Die Verbote wiederum sind eine Maßnahme der Stadt, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen. Gerade bei Feiern am Gärtnerplatz oder in den Isarauen würden bei zunehmender Alkoholisierung der Teilnehmer allzu oft die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten.

Das Alkoholverbot soll erst in Kraft treten, wenn der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-wert über 35 steigt. Gestern lag er bereits bei 39,89. Das bedeutet: In den vergangenen sieben Tagen haben sich täglich fast 40 Menschen pro 100 000 Einwohner neu angesteckt. Für Sonntag wurden 57 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt damit seit Beginn der Pandemie 9307 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7973 Personen, die bereits genesen sind – sowie 223 Todesfälle.

Der Inzidenzwert von 35 gilt als Frühwarnsystem, die Kommunen sollen Maßnahmen zur weiteren Eindämmung ergreifen. Denn überschreiten die Neu-Infektionen den Wert von 50, könnte es zu Kitaschließungen, Klassenteilungen sowie erneuten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen kommen.

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