Immer mehr Kiffer kommen in Kliniken

München - Kiffen gilt beinahe als Kavaliersdelikt. Schätzungsweise 700 000 Menschen in Deutschland rauchen regelmäßig Haschisch oder Marihuana.

Nun schlägt die Techniker Krankenkasse (TK) Alarm: „Regelmäßiger Cannabiskonsum kann psychotische Symptome wie Halluzinationen hervorrufen und die schulischen und beruflichen Leistungen stark beeinträchtigen.“

Als Beleg zitiert die TK eine Studie des Münchner Instituts für Therapieforschung in München. Demnach liegt die Arbeitslosenquote bei Cannabis-Konsumenten, die sich wegen ihres Drogenmissbrauchs ambulant oder stationär behandeln ließen, bei über 40 Prozent! Ein Sechstel hat keinen oder einen Sonderschulabschluss.

In den bayerischen Kliniken stieg die Zahl dieser Cannabis-Patienten zwischen 2000 und 2010 von 254 auf 659, also um 160 Prozent. 60 Prozent waren junge Männer zwischen 15 und 25 Jahren! Dies bedeutet jedoch nicht, dass es nun 160 Prozent mehr Kiffer als vor zehn Jahren gibt. Vielmehr seien sich heute immer mehr Kiffer der Gefahren von Cannabis bewusst und suchen Hilfe bei Ärzten.

tz

Rubriklistenbild: © Symbolbild

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