Finanzierung unklar

Impfzentrum Riem: Betrieb geht bis April weiter - Neue Öffnungszeiten

Ein Schild am Straßenrand weist den Besuchern, die mit dem Auto anreisen, den Weg zum Impfzentrum, das in einer Halle der Messe Riem untergebracht ist.
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Ein Schild am Straßenrand weist den Besuchern, die mit dem Auto anreisen, den Weg zum Impfzentrum, das in einer Halle der Messe Riem untergebracht ist.

Der Betrieb des Impfzentrums in Riem ist bis zum 30. April verlängert worden, dazu zählen auch die Leistungen des Contract-Tracing-Teams, also der Mitarbeiter, die sich um die Nachverfolgung von Infektionsketten kümmern. Das hat der Stadtrat gestern entschieden – und das obwohl bisher noch unklar ist, wer die Kosten übernimmt. Außerdem ändern sich die Öffnungszeiten.

Dem Vernehmen nach geht es um einen Betrag zwischen 40 und 78 Millionen Euro, je nach Impfbedarf und personellem Aufwand. Bei steigenden Infektionszahlen müssten beispielsweise mehr Infektionsketten nachvollzogen und dementsprechend auch mehr Kontakte benachrichtigt werden. Der Freistaat hat bis dato die weitere Finanzierung nicht final zugesagt.

CSU-Stadtrat Hans Hammer geht aber davon aus, dass dies noch erfolgen wird. „Die Staatsregierung hat die Stadt in der Pandemie bislang noch nicht hängen lassen.“ Davon abgesehen sei die Verlängerung des Betriebs aber auch alternativlos. „Es ist notwendig, die Impfanstrengungen fortzuführen. Angesichts der vierten Welle wird die Impfbereitschaft vielleicht wieder größer.“

Corona in München: Impfzentrum in Riem mit neuen Öffnungszeiten

Bereits ab Mittwoch, 1. September, gelten in Riem ferner geänderte Öffnungszeiten: Freitags und samstags ist geschlossen, da für diese beiden Tage regelmäßig die wenigsten Impftermine vereinbart wurden. Donnerstags ist künftig bis 21 Uhr geöffnet. An allen anderen Tagen der Woche bleiben die bisherigen Öffnungszeiten von 9 bis 17.45 Uhr unverändert.

In Riem wurden zuletzt nur noch gut 2000 Impfungen pro Tag vorgenommen. Die Kapazität ist nahezu auf das Vierfache ausgelegt. Ungeachtet dessen fährt die Stadt ohnehin zweigleisig. Neben dem Zentrum in der Messe Riem soll es weiterhin verstärkt niedrigschwellige und dezentrale Impfangebote mit dem Impfbus im gesamten Stadtgebiet geben. SPD-Fraktionschefin Anne Hübner spricht sich für den Erhalt der Kapazitäten in Riem aus: „Das Impfzentrum aufzugeben, wäre ein Fehler. Es ist gut, dass es jetzt je nach Bedarf in der Größe angepasst werden kann.“ Grünen-Stadträtin Anja Berger empfindet das ebenfalls als die richtige Taktik. „Das Impfen ist die wichtigste Säule dafür, dass wir irgendwann wieder in die Normalität zurückkehren.“ Sie hofft nun, dass der Freistaat den Worten zur Finanzierung Taten folgen lässt.

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