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In München wird Radfahrern sicherer: Die Stadt testet geschützte Fahrrad-Streifen - „Tolles Werkzeug“

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Von: Sascha Karowski

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Eine Protected Bike Lanes“ im Bergmannkiez in Berlin.
In anderen deutschen Städten wie Berlin werden „Protected Bike Lanes“ schon getestet. © A.Friedrichs/Imago

In München wird Radfahren ab Mai sicherer. Die Stadt wird an fünf Stellen geschützte Radstreifen testen, so genannte Protected Bike Lanes.

München - Die Stadt wird an fünf Straßen sogenannte Protected Bike Lanes testen. Dabei handelt es sich um baulich abgegrenzte Radlwege – etwa durch Leitplanken oder Poller. Ab Mai werden für mindestens ein Jahr fünf verschiedene Schutzelemente in der Brienner Straße, der Domagkstraße (an zwei Stellen), der Kapuzinerstraße und der Plinganserstraße getestet. So sollen alle jahreszeitlichen Gegebenheiten in die Untersuchung einfließen, um herauszufinden, welche der Elemente für den Dauereinsatz am besten geeignet sind.

Grünen-Stadträtin Gudrun Lux: „Müssen auf Zwischenlösungen setzen“

„Es gibt immer mehr Radverkehr in München, aber die schönsten Radfahrstreifen nützen wenig, wenn Autos sie befahren oder als Parkplätze missbrauchen“, sagt Grünen-Stadträtin Gudrun Lux. Es gebe viele Möglichkeiten, den Radverkehr vom Autoverkehr zu trennen. Die Ideallösungen seien baulich aufwendig und ihre Umsetzung dauere mitunter viel zu lang. „Deshalb müssen wir auch auf Zwischenlösungen setzen.“

Die Intention der Stadt sei klar, betont SPD-Stadtrat Andreas Schuster. „Wir brauchen mehr Sicherheit für alle Münchner auf ihren täglichen Wegen. Ich freue mich daher sehr, dass wir jetzt fünf Pilotversuche zu geschützten Radfahrstreifen machen.“

SPD-Stadtrat Andreas Schuster: „Wenn sich das bewährt, haben wir ein tolles Werkzeug“

Diese sichtbare und nachvollziehbare Trennung zwischen Rad- und Autoverkehr beeinflusse nicht nur ganz entscheidend das Sicherheitsgefühl der Menschen. „Wir können so auch verschiedene Schutzelemente auf der Straße über ein Jahr hinweg ausprobieren und zum Beispiel prüfen, wie der Winterdienst funktioniert und wie wir Radwegparken wirkungsvoll verhindern. Wenn sich das bewährt, haben wir ein tolles Werkzeug, um unsere Radinfrastruktur schneller und sicherer auszubauen.“

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