Er verdiente damit nicht schlecht

Informatiker baut Drogen-Portal auf

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Christian S. im Gerichtssaal.

München - Christian S. hatte zwei Leben. Auf der einen Seite macht er einen seriösen und unscheinbaren Auftritt, andererseits vertickte er angeblich im großen Stil Drogen - via einer Plattform.

Blonde Haare, blaues Hemd, freundliches Lächeln: Christian S. (32) macht einen seriösen Eindruck. Am Freitag saß er aber auf der Anklagebank des Landgerichts. Er soll Drogen in großem Stil verkauft haben – insgesamt 128 Fälle listet die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Kokain, Heroin, Ecstasy, Methadon, Ritalin: Die illegalen Stoffe von Christian S. lesen sich wie das Lager des Zoll nach einer Razzia. Mutmaßlich vertrieb er die Drogen über ein Internetportal. Zwischen Dezember 2012 und Oktober 2013 verkaufte er sie für rund 12 500 Euro. Weitere rund 27 500 Euro soll der Informatiker zwischen Februar und September 2014 eingenommen haben, als er ein neues Portal für seine Kunden bereitgestellt hatte. Erst dann kam die Polizei ihm und seiner mutmaßlichen Komplizin Swetlana F. (28) auf die Schliche.

Vor Gericht legten beide gestern ein Teilgeständnis ab. Gegen sie wird noch bis Freitag verhandelt, dann fällt das Urteil. Den Angeklagten droht der Knast!

Andreas Thieme

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