Von Autobahnparkplatz verschleppt

Informatiker misshandelt und getötet: Hohe Strafen

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Einer der mutmaßlichen Täter im Gericht

München/Dessau-Roßlau - Sie verschleppten einen Münchner Informatiker von einem Autobahnparkplatz, misshandelten ihn und ließen ihn sterben. Die fünf mutmaßlichen Täter müssen dafür nun in Haft.

Fünf Gewalttäter, die einen Münchner Informatiker von einem Autobahnparkplatz verschleppt und misshandelt haben und ihn dann sterben ließen, müssen viele Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Dessau-Roßlau sprach die 22 bis 35 Jahre alten Männer am Dienstag unter anderem des erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge schuldig. Weil eine Tötungsabsicht nach Auffassung der Richter nach rund 70 Verhandlungstagen nicht nachgewiesen werden konnte, blieben die Strafen milder als von der Staatsanwaltschaft beantragt.

Die Täter hatten laut Staatsanwaltschaft von dem Münchner die Kreditkarten samt Geheimzahl erpresst und damit für 4000 Euro eingekauft, unter anderem Turnschuhe und Kaffee.

Der Haupttäter wurde zu zwölf Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt, seine Mittäter ebenfalls zu hohen Haftstrafen: Zwei zu elf Jahren und zwei Monaten, zwei zu neuneinhalb Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft für den Haupttäter gefordert.

Das Verbrechen im Januar 2012 hatte für Erschütterung gesorgt. Das 39 Jahre alte Opfer hatte damals mit einem Transporter zu seinen Eltern nahe Hamburg fahren wollen, um von dort nach Asien aufzubrechen. Erst Tage nach der Tat war der Mann - gefesselt und tot - in einem unwegsamen Waldstück an der A9 in Sachsen-Anhalt entdeckt worden.

dpa

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