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München träumt wieder von Olympia - Bürgerbegehren

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Plakat von München Pro 2022

München - Neuer Anlauf für olympische Winterspiele in München: Die Initiative „München Pro22“ sammelt seit Mittwoch Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Der Stadt geht das allerdings zu schnell.

Die Stadt München und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatten bislang erklärt, sich erst im September kommenden Jahres ernsthaft mit einer weiteren Kandidatur der bayerischen Landeshauptstadt zu beschäftigen. Schmidbauer kritisierte diese Strategie als „Hinhaltetaktik“, der Zeitpunkt sei zu spät. Schließlich müssten alle Kandidatenstädte ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 14. November 2013 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht haben.

Oberbürgermeister Ude hält frühen Entscheid für falsch

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hält einen Bürgerentscheid im Frühjahr oder Sommer für falsch. Zu diesem Zeitpunkt könnten wichtige Fragen - zum Beispiel nach Chancen, Mitbewerbern oder Bewerbungskosten - noch nicht beantwortet werden. „Alle diese Ungewissheiten wären Wasser auf die Mühlen der Bewerbungsgegner“, teilte Ude mit. Er möchte am 10. November 2013 abstimmen lassen - vier Tage vor Ablauf der Anmeldefrist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

„Wir haben schon in Durban zum Zeitpunkt der Niederlage der ersten Bewerbung gesagt, bei einem zweiten Anlauf wird es selbstverständlich einen Bürgerentscheid geben. Und dieser soll am 10. November stattfinden“, erklärte Ude in einem Exklusivinterview mit dem Bayerischen Rundfunk. Der OB meinte weiter: „Dann wissen wir alle grundlegenden Dinge, wir können die Unterstützung des deutschen Sports hoffentlich vorzeigen, die Unterstützung der notwendigen Sponsoren, auch die Sicherstellung der Infrastrukturprojekte und dann mit guten Argumenten in den Bürgerentscheid hineingehen. Und wenn er positiv verläuft, was ich dann für gesichert halte, werden wir das Bewerbungsschreiben pünktlich abgeben. Da gibt es nicht das geringste Problem.“

Initiatoren sehen keine Konkurrenz

Ebenfalls am Mittwoch stellte CSU-Stadtrat Mario Schmidbauer im Rathauskeller eine Bürgerinitiative „München pro 2022“ vor, die ab sofort in den nächsten Wochen und Monaten 35.000 Unterschriften sammeln will, um den Weg für einen Bürgerentscheid frei zu machen. Mit dabei ist auch Hans-Ulrich Hesse, der Präsident des Sportkreises München im Bayerischen Landes-Sport-Verband (BLSV). „Die Chancen waren nie so gut“, sagte der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbands, Hans-Ulrich Hesse. Nachdem die USA Anfang August auf eine Bewerbung verzichtet hatten, sei die Bewerbersituation „nahezu konkurrenzlos“.

Im vergangenen Jahr hatte München bei der Vergabe der olympischen Winterspiele 2018 gegen das südkoreanische Pyeongchang verloren. Trotzdem könnte man auf das erfolgreiche Konzept der Münchner Bewerbung zurückgreifen, sagte Schmidbauer am Mittwoch. „Die haben eine hervorragende Arbeit geleistet.“ Wenig später startete der CSU-Politiker die Unterschriften-Sammelaktion mit seinem Autogramm.

mm

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