In München geborener Türke

Innenminister weiter gegen Rückkehr von "Mehmet"

+
Joachim Herrmann.

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lehnt eine Rückkehr des als „Mehmet“ bekanntgewordenen Straftäters Muhlis A. nach Deutschland weiter vehement ab.

„Er hat wiederholt bewiesen, dass er keine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft ist“, sagte Herrmann dem „Focus“. Er habe anderen Menschen schweres Leid zugefügt und sei immer wieder rückfällig geworden. „Auf solche Leute verzichten wir gerne in unserem Land“, meinte der Innenminister.

Muhlis A. hatte Ende der 1990er Jahre für Aufsehen gesorgt, weil er bereits vor seiner Strafmündigkeit mit 14 Jahren mehr als 60 Straftaten wie Körperverletzung oder Diebstähle verübt hatte. Der in München geborene Türke war dann 1998 als Jugendlicher ohne seine Eltern ausgewiesen worden, durfte aber später wieder zurückkehren. Im Jahr 2005 wurde Muhlis A. wegen neuer Taten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, vor dem Haftantritt floh er in die Türkei. Bei einer Wiedereinreise in Deutschland würde der 29-Jährige festgenommen.

Sein Rechtsanwalt Burkhard Benecken sagte dem Magazin, dass Muhlis A. immer noch den Wunsch habe, in die Bundesrepublik zurückzukehren. „Mehmets Heimat ist und bleibt München. Er möchte zumindest zeitweise wieder dort leben“, sagte der Anwalt.

dpa

auch interessant

Meistgelesen

Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
So soll der Express zum Flughafen doch vor 2037 gelingen
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager
Das Sex-Rätsel um den Top-Manager

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion