Insel an der Corneliusbrücke

Vom Kulturstrand zur Kulturschande

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2010 war die Insel für den Kulturstrand sauber herausgeputzt. Heute sieht es dort anders aus.

München - Die Isar-Insel an der Corneliusbrücke im Sommer 2010: Die Münchner relaxen in Liegestühlen, genießen die Sonne, und jede Menge Kultur. Doch inzwischen wird der einstige Kulturstrand immer mehr zur Kulturschande!

Der Rasen übersät von Kippen und Korken.

Darüber beschweren sich jetzt die CSU-Stadträte Richard Quaas und Georg Schlagbauer per Stadtratsanfrage. „Der Zustand ist bejammernswert“, schreiben sie. Tatsächlich sind Brüstung und Mauern mit Graffitis beschmiert, der Rasen zertreten und zudem mit Kippen und Kronkorken übersäht. Aus den Treppenstufen sprießt Unkraut. Selbst die einstmals von Rosensträuchern verzierte Säule steht jetzt nackt da.
Die Stadträte fragen sich, wie das einstige Kulturzentrum derart herunterkommen konnte. Schließlich hatten ihn Studenten damals ins Leben gerufen, um München noch lebenswerter zu machen. Quaas und Schlagbauer wollen mit ihrer Anfrage von OB Christian Ude (SPD) erfahren, ob die Stadt etwas dagegen unternimmt: „Es wird höchste Zeit, diesen beschaulichen Ort wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen.“ Sie befürchten zudem höhere Kosten: „Warum wird der Pflanzenbewuchs nicht entfernt, obwohl bekannt ist, dass die Folgeschäden bei der Nichtentfernung aus den Treppen- und Mauerritzen kostspielige Sanierungen zur Folge hat?“
In spätestens einem Jahr wird die Stadt zum Handeln gezwungen sein: Dann kehrt der Kulturstrand nach zwei Jahren Pause zurück. Zuletzt relaxten die Münchner an der Uni (2011) und am Vater-Rhein-Brunnen (2012).

Lisa Fischaleck

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