Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

1356 Personen mit Verstößen

Irre Bilanz: 1300 Raser in sechs Tagen geblitzt!

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Sechs Tage kontrollierte die Polizei streng, wie hier in der Heinrich-Wieland-Straße.

München - Trotz der von der Polizei groß angekündigten Blitzer-Offensive sind von den Beamten an den 20 Messstellen an Unfallschwerpunkten exakt 1303 Raser geblitzt worden.

Obacht gebn! Die Polizei hatte groß angekündigt, vom 24. bis 29. Juli auf Münchens Straßen intensiv zu kontrollieren. Die 20 Messstellen an Unfallschwerpunkten waren bereits einige Tage vorher bekannt. Und trotzdem sind exakt 1303 Raser geblitzt worden! Außerdem beanstandete die Polizei 1356 Verkehrsteilnehmer wegen anderer Verstöße, etwa gegen Gurtpflicht oder das Handyverbot.

Die irre Raser-Bilanz! Spitzenreiter war ein Motorradfahrer, der am Dienstag auf der Ständlerstraße mit 115 km/h erwischt wurde. Erlaubt sind dort lediglich 60 Stundenkilometer.

„Die Messungen erfolgten aus Gründen der Verkehrssicherheit“, betont Polizeidirektor Andreas Schaumaier, der gestern die Zahlen der Blitz-Aktion vorstellte. „Wir wollen das Bewusstsein zur Einhaltung der Regeln erhöhen.“ Die überwiegende Zahl der Verkehrsteilnehmer habe die Aktion als sinnvoll und notwendig erkannt. Das Wort „Abzocke“ hörten die Beamten nur selten.

Im Bereich von Schulen fielen vor allem eilige Mütter und Väter wegen Tempo-Überschreitungen auf.

Während der Aktion wurden im Bereich des Polizeipräsidiums 900 Unfälle registriert. Das sind fast 14 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr. „Dort, wo wir die Messstellen angekündigt haben, gab es sogar nahezu 50 Prozent weniger Unfälle“, so Schaumaier. „Erfreulich ist auch der Rückgang der Verkehrsunfälle mit Verletzten um mehr als 26 Prozent.“

Als Nebeneffekt der Kontrollen nennt die Polizei, dass dabei oft Kriminelle ins Netz gehen. Diesmal wurden aber nur kleine Ganoven und Alkoholsünder erwischt, so Schaumaier. „Ein dicker Fisch war nicht dabei.“

Ausgerechnet in der Zeit, als die Münchner Polizei streng die Geschwindigkeit überwachte, kam es bei Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu einem Raser-Unfall mit zwei Todesopfern.

E. Unfried

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