Aus Angst vor der Psychiatrie

Frau flüchtet mit 230 km/h vor Polizei

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Die 27-Jährige versuchte, auf dem Standstreifen der Polizei zu entkommen.

München -Das Auto – eine tödliche Gefahr! So, wie Nikolina B. (27) in ihrem Auto durch Oberbayern raste, hätte es Tote geben können!

Die Frau raste mit Tempo 160 durch München, ignorierte rote Ampeln. Sie wollte der Polizei entkommen. Und jagte ihren Renault Laguna mit Tempo 230 über die A 8 in Richtung Salzburg. Mit hochriskanten Überholmanövern schrammte sie mehrmals knapp an schweren Unfällen vorbei. Jetzt wird der rasenden Putzfrau der Prozess vor dem Landgericht gemacht.

Rückblende: Ihren Führerschein hatte Nikolina B. schon am 19. September 2011 abgeben müssen, nachdem sie auf der Bad Schachener Straße mit Tempo 100 geblitzt worden war. Sie flüchtete vor der Polizei, düste bei Rot über Ampeln. Fußgänger hechteten grad noch zur Seite. Die Fahrerin wurde in die Psychiatrie eingewiesen, kam aber bald wieder heraus.

Dann der 12. November. Nikolina B. setzte sich wieder ans Steuer ihres Renault – ohne Lappen! Auf der Ständlerstraße beschleunigte sie auf Tempo 120. Wieder hatte sie die Polizei auf den Fersen, die ihr mit Blaulicht folgte. Sie gab Gas, fuhr über rote Ampeln.

Bei 160 Sachen wollte die Streife sie stoppen. Doch die Raserin drängte die Beamten auf die Gegenfahrbahn: Beinahe-Unfall! Sie entkam auf die A8, gab Vollgas. Bei ihren irrsinnigen Überholmanövern wechselte sie permanent die Fahrspuren. Öfter wich sie auf die Standspur aus – mit 230 km/h!

Am Seehamer See provozierte sie fast einen Massen-Unfall, weil etliche Fahrer extrem abbremsen mussten. Am Irschenberg knallte sie beinahe gegen einen Bus. Erst bei Bad Aibling war die Wahnsinns-Fahrt zu Ende, als sie gegen die Leitplanke prallte: Totalschaden! Nikolina B. blieb unverletzt.

„Ich hatte Angst, wieder nach Haar zu kommen“, sagte sie am Dienstag vor Gericht. Doch genau darum geht es in dem Prozess: Weil sie „für die Allgemeinheit gefährlich ist“, so die Anklage, soll sie in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden.

Eberhard Unfried

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