Mord an der Isar - Neuer Zeugenaufruf

Haben Sicherheitsbeamte etwas beobachtet?

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Hier starb Domenico L.. Die Polizei hofft nun, dass Sicherheitsbeamte den Tatort beobachtet haben.

München - Im Fall des an der Isar in München ermordeten Domenico L. setzt die Polizei auf neue Zeugen: Sicherheitsbeamte, die in der unmittelbaren Umgebung vom Tatort Firmen bewachen.

Die Polizei teilt eine neue Strategie mit: Gerade im städtischen Bereich werden viele Objekte, zum Beispiel Anwesen und Firmen, von gewerblichen Sicherheitsunternehmen beziehungsweise deren speziell geschulten Mitarbeitern, überwacht und auch durch regelmäßige Streifengänge gesichert. Die Mitarbeiter der Sicherheitsunternehmen, die in der Tatnacht Dienst verrichteten, kommen als Zeugen in Betracht und sollen, wie bereits die Taxifahrer, nunmehr explizit angesprochen werden. Die in München ansässigen Sicherheitsunternehmen, die möglicherweise Objekte im erweiterten Tatortbereich betreuen, erhalten in den nächsten Tagen Post von der Sonderkommission mit der Bitte um Unterstützung. Aber auch die Auftraggeber solcher Firmen mit Objekten im innerstädtischen Bereich werden gebeten, sich mit der Sonderkommission in Verbindung zu setzen und die von ihnen beauftragten Unternehmen zu benennen.

Der Mörder von Domenico L., der sich selbst bei der Tat verletzt haben dürfte, flüchtete unerkannt und konnte bislang nicht ermittelt werden. Zur Aufklärung der Tat wurde bei der Mordkommission München die Sonderkommission Cornelius eingerichtet, die seither mit einer Stärke von rund 30 Beamten ermittelt. Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt. Die Polizei ist auf jeden Hinweis angewiesen und bittet deshalb ein weiteres Mal um die Unterstützung der Münchnerinnen und Münchner.

Zeugenaufruf

Auftrageber von Sicherheits-und Bewachungsunternehmen mit einem Objekt im innerstädtischen Bereich sowie die in diesem Bereich tätigen Unternehmen und deren Mitarbeiter werden gebeten, sich mit der Soko Cornelius, oder jeder anderen Polizeidienststelle (089/2910-0), zur Abklärung etwaiger Beobachtungen oder Auffälligkeiten in Verbindung zu setzen.

10 000 Euro als Belohnung

Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt. Die Auslobung gilt ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Polizeibeamte zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

mm

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