Tätersuche geht weiter

Isar-Mord: Polizei klappert umliegende Viertel ab

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Auf diesem Radweg starb Domenico L.

München - Auf der Suche nach dem Isar-Mörder werden Beamte der Soko Cornelius in den nächsten Tagen die umliegenden Wohn- und Geschäftsviertel (Au, Gärtnerplatz, Gasteig etc.) abklappern.

Ihre Fragen gelten dem Unbekannten, der am Abend des 28. Mai den Ingenieur Domenico L. (31) auf dem Radweg an der Erhardt­straße erstach. Zuvor hatte der Täter Domenicos Freundin angespuckt. „Wir gehen davon aus, dass der Täter irgendeinen Bezug zu der Gegend hat, vielleicht dort wohnt oder arbeitet“, erklärte Soko-Leiter Markus Kraus am Dienstag.

Die Beamten werden in Lokalen, Firmen und bei Anwohnern nachforschen, ob am Tatabend jemand seltsam aufgefallen ist, ob es Streit gegeben hat oder ob jemand am folgenden Tag nicht zur Arbeit erschien.

In Arbeit ist auch noch ein Blutspuren-Gutachten vom Tatort, das Aufschluss darüber gibt, wie und mit welcher Kraft der Mörder zugestochen hat und an welchem Körperteil er sich dabei selbst verletzte. Bislang gingen bei der Soko insgesamt 340 Hinweise (auch von Ärzten und Psychiatern) ein. 250 davon sind wichtige Spuren, denen die Soko nachgeht.

D. Plange

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