Neue Maßnahmen

Wegen „erheblicher Gefahr“ an der Isar: Stadt München greift jetzt durch

„Ergiebige Regenfälle im Alpenraum“ haben dazu geführt, dass die Isar in München Hochwasser führt. Die Stadt hat mit Verboten reagiert.

München -  Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat aufgrund der anhaltenden Hochwasserlage in München* ein Bade- und Bootfahrverbot für die Isar erlassen. Ab sofort sind das Befahren und das Baden im Stadtgebiet von der südlichen Stadtgrenze nach der Großhesseloher Brücke bis zur Leinthalerbrücke im Norden ausnahmslos verboten.

Hochwasser in München: Bade- und Bootfahrverbot für die Isar

„Die Isar führt sehr viel Treibholz mit und weist eine starke Trübung sowie Strömung auf. Es besteht eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben, wenn Personen in der Isar baden oder die Isar mit Booten und sonstigen Schwimmkörpern jeglicher Art befahren“, hieß es in einer städtischen Mitteilung.

Der Pegel der Isar in München* hatte am Montagvormittag Meldestufe 2 (300 Zentimeter) erreicht. Im Laufe des Tages soll er infolge der „ergiebigen Regenfälle im Alpenraum“ weiter steigen, wie der Hochwassernachrichtendienst (HND) Bayern erklärte.

München: Isar-Hochwasser zieht Verbot nach sich - Pegel wird weiter steigen

Um neuen Hochwasserstauraum zu schaffen, sei eine erhöhte Abgabe in die Isar erforderlich, sodass trotz Sonnenschein noch mit länger andauerndem Hochwasser in der Isar zu rechnen ist. Der Pegelhöchststand in der Landeshauptstadt wird Montagabend (gegen 20 Uhr) erwartet.

„Auch nach Absinken der Pegel ist die Isar trüb, es können sich Strudel und Wasserwalzen bilden, und Treibgut ist unter der Wasseroberfläche nicht erkennbar“, warnte die Stadt eindringlich.

Isar-Hochwasser: Wege mit Schildern abgesperrt - viele Münchner kümmert das nicht

Theoretisch wären auch viele der Rad- und Fußwege an der Münchner Lebensader abgesperrt. Schilder und Flatterband weisen bereits seit Sonntag auf mögliche Gefahren hin: „Achtung! Wegen Hochwasser gesperrt.“

Schilder an der Isar weisen auf mögliche Gefahren hin.

Die meisten Münchner ignorieren das Betretungsverbot, wie unser Reporter vor Ort beobachtet hat. Dann müssen anwesende Kräfte der Polizei an den Hinweis der Stadt „erinnern“.*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sauter-Orengo

Auch interessant

Kommentare