Isarflussbad: FDP will sich ein Türchen offen halten

Ein Flussbad - wie hier in Zürich - ist in München Thema in der Politik.

Die Debatte um das Isarflussbad geht in die nächste Runde. Die FDP-Fraktion im Stadtrat hat gestern einen Antrag zur dringlichen Behandlung in der Vollversammlung gestellt. Hintergrund sind offenbar geplante Arbeiten der Münchner Stadtentwässerung (MSE) in dem Bereich zwischen Corneliusbrücke und dem „Wehr VI“ hinter der Ludwigsbrücke.

„Nach unseren Kenntnissen plant die MSE in den nächsten fünf bis acht Jahren umfangreiche Sanierungen, die im räumlichen Bereich eines denkbaren Isarflussbades stehen“, sagt FDP-Chef Michael Mattar. „Interessant wäre zudem zu erfahren, ob dadurch eine deutliche Streckung des denkbaren Projekts verbunden ist mit allerdings dann Chancen von Kosteneinsparungen durch Synergien mit den Maßnahmen der MSE.“

Wie berichtet, hatte eine Machbarkeitsstudie den genannten Bereich als für ein Flussbad geeignet ausgewiesen. Das Projekt soll voraussichtlich 19 Millionen Euro kosten, die Ausgestaltung ist noch offen, eine vertiefte Untersuchtung war vom Stadtrat mit den Stimmen von Grünen, CSU und FDP im Juli 2018 beschlossen worden. Zuletzt hatten jedoch die Liberalen ihre Zustimmung zum Flussbad zurückgezogen, damit wäre das Projekt nicht mehr mehrheitsfähig. 

Ideengeber Benjamin David von den Münchner Urbanauten hatte sodann eine schwimmende Variante des Flussbades ins Spiel gebracht, deren Einrichtungskosten sich auf lediglich eine Million Euro belaufen sollen. Das Konstrukt soll zudem bei Hochwasser aus der Isar entfernt werden können. „Wir wollen kein sündhaft teures Isarflussbad und auch keine teuren weiteren Prüfungen“, sagt Mattar. „Aber wir sollten uns bei den anstehenden Sanierungen der MSE die Option eines Isarflussbades nicht verbauen.“ 

Die Stadtverwaltung, insbesondere das Baureferat und das Referat für Gesundheit und Umwelt, sollen nun im Plenum den Stadtrat über den aktuellen Stand der vertiefenden Untersuchungen für ein mögliches Isarflussbad informieren. Dabei soll auch noch einmal dargestellt werden, wie es um die Haftung bestellt ist, wer also den Versicherungsschutz für Badegäste übernimmt. Ferner wünscht die FDP Auskunft darüber, was Gespräche mit dem Denkmalschutz ergeben haben. 

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