Eine Entscheidung muss her

Isarring: Tunnel oder dritte Fahrspur?

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Staufalle Isarring: Eine Lösung muss hier – ober- oder unterirdisch

München - Kommt am Isarring eine dritte Fahrspur Richtung Süden? Jetzt muss ein Beschluss her. Denn: Die Genehmigung für die im Sommer 2011 eingerichtete Übergangslösung an der Einmündung der Ifflandstraße läuft Ende 2013 endgültig ab.

Die Blechlawinen sind trotz Ampelregelung an der Einmündung zum Mittleren Ring geblieben. Weil zudem viele Autofahrer kurz vor dem Fahrbahntrenner noch auf die freigeschaltete Grünspur wechseln, hatten sich Unfälle gehäuft.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk (SPD) will den Bau noch im Herbst beschließen lassen. Von zwei bis drei Millionen Euro ist die Rede. So viel könnte es kosten, um eine Baumreihe zwischen der Einmündung an der Ifflandstraße und der Abfahrt zur Dietlindenstraße abzuholzen.

Bei dem Vorhaben handle es sich um „verkehrpolitischen Vandalismus“, sagt dagegen Architekt Hermann Grub. Zusammen mit seiner Frau Petra Lejeune hat er das Projekt Ein Englischer Garten begründet – und Tausende Unterschriften gesammelt für einen Tunnel (Kosten: ca. 70 Mio. Euro). Mit ihm sollen beide Teile der zerschnittenen Parkanlage zusammengefügt und das Stauproblem beseitigt werden. Eine „riesige Chance“ werde hier vertan, indem ein Projekt, „das aus der Bürgerschaft kommt, einfach so abgemeiert“ wird, glaubt Lutz Spandau, Vorstand der Allianz-Umweltstiftung, die eine Million Euro für den Tunnel bereitgestellt hat. Als letzte Möglichkeit wollen die Tunnel-Fürsprecher ein Bürgerbebehren organisieren.

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