Diese Betonmauer wird Autofahrern zum Verhängnis

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Eine 26 Jahre alte Frau aus Stuttgart rutschte mit ihrem Golf etwa zehn Meter auf dem Fahrbahnteiler entlang

München - Der neue Fahrbahnteiler aus Beton wurde zwei Autofahrern am Isarring zum Verhängnis. Beide sahen das "Hindernis" zu spät und fuhren auf die Abtrennung auf. Ein Fahrzeug kippte sogar um.

Die neue vieldiskutierte Fahrbahnteilung am Isarring in Richtung Schwabing hat erstmals zu Verkehrsunfällen geführt. Gleich zwei Autos fuhren am Sonntag nahe der Ifflandstraße auf den Fahrbahn-Teiler auf. Verletzt wurde niemand. Die Verkehrshüter reagierten und führten an der Stelle Tempo 30 ein.

Das Auto eines 75-Jährigen kippte nach dem Kontakt mit dem Fahrbahnteiler sogar um

Wie berichtet, ist die neue Barriere zwischen den Fahrbahnen Teil einer experimentellen Verkehrssteuerung, die das Stauproblem an der Kreuzung von Isarring und Ifflandstraße lindern soll. Die alte Ampelschaltung wurde abgeschafft. Stattdessen hat nun die linke Spur in Richtung Schwabing Dauergrün. Auf der rechten Spur hingegen schaltet die Ampel auf lange Rotphasen, um die Zufahrt von der Ifflandstraße zu ermöglichen.

Doch offenbar macht das neue System einigen Autofahrern zu schaffen. Um kurz nach zehn Uhr fuhr am Sonntag eine 26-jährige Stuttgarterin mit ihrem VW auf den Teiler auf und rutschte zehn Meter weit darauf entlang. Ein ähnlicher Unfall ereignete sich am Abend gegen 20.30 Uhr: Ein 75-jähriger Münchner fuhr mit seinem Volvo ebenfalls auf die Barriere auf – das Auto kippte auf die rechte Seite. Einige Personen, die den Unfall beobachtet hatten, halfen ihm, das Fahrzeug zu verlassen. Glücklicherweise blieben beide Fahrer unverletzt.

Um weitere Unfälle zu vermeiden, wurde nun an dieser Stelle zunächst eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt – Tempo-30-Schilder wurden aufgestellt. Eine gelb blinkende Leuchte soll den Fahrbahnteiler von jetzt an besser sichtbar machen.

Wie berichtet, ist die neue Verkehrssteuerung nur als Übergangslösung gedacht – dauerhaft soll eine dritte Spur oder sogar ein Tunnel unter dem Englischen Garten den Verkehr verflüssigen.

jop

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