Zwischenfall in London - Polizei evakuiert Bahnhof Oxford Circus

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Videoanruf zeigt Tat

Frau (28) vor laufender Kamera schwer misshandelt - Eltern müssen zusehen

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Die Polizei gibt in einer Pressekonferenz Näheres zum Fall bekannt. In der Mitte Josef Wimmer, Leiter der Mordkommission, rechts Thomas Baumann, stellvertretender Pressesprecher der Polizei München.

Schreckliche Tat in Ismaning: Ein Mann (30) hat seine Frau (28) schwer misshandelt, der Schwager der Frau hat mitgeprügelt. Die Eltern der jungen Frau mussten per Videoanruf bei der Tat zusehen - aus einem bestimmten Grund.

  • In der Nacht auf Samstag hat ein Ehemann (30) seine indische Frau (28) gemeinsam mit deren Schwager (21) schwer misshandelt.
  • Das Ganze geschah vor laufender Kamera eines Videoanrufs, die Eltern der jungen Frau mussten die Tat mit ansehen.
  • Die Frau konnte flüchten. Sie hat Prellungen und Hämatome am ganzen Körper.
  • Gegen die beiden Männer wurde Haftbefehl erlassen.
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    14.49 Uhr: Der genaue Tathergang ist noch offen. Die Schläge seien massiv gewesen, so Kommissariatsleiter Josef Wimmer. Wie genau die Täter vorgegangen sind, soll auch aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht öffentlich gemacht werden.

    14.48 Uhr: Der Ehemann arbeitet bei einem Sicherheitsdienst, die Frau ist Küchenhilfe.

    14.46 Uhr: Dem Ehemann war von der Familie eine „Aussteuer“ von ca. 50.000 Euro für die Frau zugesagt worden, die er nicht bekommen hat. Durch die Misshandlungen wollte er das Geld erpressen.

    Ein Bekannter aus Köln rief die Polizei

    14.44 Uhr: Inzwischen sind weitere Details bekannt: Der Bekannte der indischen Familie der Frau rief gegen 2 Uhr morgens aus Köln bei der Polizei an und meldete den Fall. Später am Morgen meldete ein Passant, dass sich die misshandelte Frau in Unterföhring mit der Bitte um Hilfe an sie gewandt habe.

    12.10 Uhr: Alle in die Tat Involvierten sind indischer Herkunft. Bei dem Schwager handelt es sich um den Bruder des Ehemanns. 

    12.02 Uhr: Die Frau lebt offenbar seit ca. zwei Monaten in Deutschland, ihr Ehemann seit rund zehn Jahren. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine arrangierte Ehe handelt. 

    11.56 Uhr: Laut der Aussage der Ehefrau war der Mann zur Tatzeit angetrunken.

    11.55 Uhr: Der Haftbefehl lautet derzeit auf gefährliche Körperverletzung und erpresserischen Menschenraub. Die Staatsanwaltschaft muss die Tat allerdings erst neu bewerten.

    11.50 Uhr: Die Männer hatten von den Eltern der Inderin, die bei den Misshandlungen per Videoanruf zusehen mussten, einen höheren Geldbetrag gefordert.

    Die Frau konnte sich aus der Gewalt der Männer befreien

    11.47 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den Ehemann und den Schwager der Frau erlassen. Weitere Ermittlungen sind nötig, um den Fall abschließend aufzuklären.

    11.46 Uhr: Die Misshandlungen vor laufender Kamera hatte ein Bekannter der indischen Familie der Frau der Polizei gemeldet. 

    11.45 Uhr: Als die Polizei sich der jungen Frau annahm, wies sie diverse sichtbare Prellungen und Hämatome im Gesicht und am Körper auf. 

    11.44 Uhr: Handy und Reisepass hatten ihr die Männer zuvor abgenommen.

    11.44 Uhr: Sie hatte sich - unter dem Vorwand, in die Arbeit zu gehen - am Morgen aus der Gewalt der Männer befreien können.

    Der Ehemann bedrohte seine Frau mit dem Tod

    11.43 Uhr: Als die Polizei in der Wohnung des Täters eintraf, waren nur die beiden Männer anwesend. Zeitgleich bat die junge Frau, die nur schlecht Englisch spricht, auf der Straße Passanten um Hilfe - offenbar war es ihr gelungen aus der Wohnung zu fliehen.

    11.41 Uhr: Die Männer drohten, die Frau weiter zu misshandeln und sie gar zu töten.

    11.40 Uhr: Beim Täter handelt es sich um einen 30-Jährigen, der Schwager ist 21 Jahre alt. Die misshandelte Ehefrau ist 28 Jahre alt.

    11.33 Uhr: Die Polizei gibt nun Infos zum Fall bekannt: Demnach hat in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Mann seine Ehefrau indischer Herkunft gemeinsam mit deren Schwager schwer misshandelt. Das Ganze geschah während eines laufenden Videotelefonats mit der indischen Familie der Frau. Die Männer versuchten so, von den Eltern der Frau Geld zu erpressen. 

    Ismaning - Die Polizei hielt sich zu der Tat, die sich bereits am vergangenen Freitag gegen 23 Uhr ereignet hat, zunächst noch bedeckt. Um 11.30 Uhr gab sie in einer Pressekonferenz nähere Informationen. Josef Wimmer, Leiter der Münchner Mordkommission, war dabei.

    sta

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