Regen, Sonne, Gewitter: Die tz erklärt das derzeitige Wetter-Chaos

Ist der Sommer schon vorbei?

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Bald ist der Sommer vorbei - einige Sonnentage soll es aber noch geben.

Mei, was treibt denn der Wettergott zur Zeit für ein verrücktes Spiel mit uns? Erst scheint die Sonne, dann gibt’s fröstelige 17 Grad, am nächsten Tag schwitzen wir bei schwülen 28 Grad, und jetzt regnet‘s schon wieder.

Ist denn der Sommer schon vorbei?

Der Meteorologe Karsten Brandt von donnerwetter.de gibt Entwarnung: „Keine Angst, für diese Jahreszeit ist das Wetter absolut normal. Unser Problem ist nur: Wir haben uns an heiße Sommer wie vor zwei Jahren gewöhnt, erwarten deshalb zu viel.“ Immerhin liegt der kalendarische Sommerbeginn schon zwei Monate zurück – und für den Spätsommer ist das momentane Wetter-Chaos eben typisch. Der Grund: ein Wechselspiel von Warm- und Kaltfronten. „Von den britischen Inseln und der Nordsee bringen uns Tiefdruckgebiete kalte Luft, von Südeuropa kommen dagegen im Wechsel immer wieder Zwischenhochs“, erklärt Volker Wünsche, der Leiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in München.

Auch in den nächsten Tagen und Wochen wird der Wetter-Mix weitergehen: Nachdem das Thermometer gestern gerade mal auf lausige 19 Grad kletterte, wird es am Donnerstag mit Höchstwerten bis 24 Grad wieder sonnig und trocken. Am Freitag wird es bei bis 28 Grad sogar schwülheiß, am späten Nachmittag und Abend ziehen dann erste Gewitter auf.

Auf ein schönes Bade-Wochenende müssen wir allerdings verzichten. Am Samstag wird’s richtig greislig: Es regnet den ganzen Tag über und hat gerade mal 17 Grad – ein Temperatursturz von 10 Grad im Vergleich zum Vortag! Erst am Sonntag wird es bei Höchstwerten bis zu 20 Grad wieder freundlicher. Und nächste Woche? „Auch da bleibt es wechselhaft. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 25 Grad, Sonne und Wolken wechseln sich ab“, sagt Volker Wünsche.

Alle Daheimgebliebenen können für den Rest der Sommerferien aufatmen: „In den nächsten drei Wochen kommt im Schnitt ein Regentag auf vier schöne Tage. Das ist doch eine tolle Quote“, meint Meteorologe Brandt. Auch wenn wir es kaum glauben können: Insgesamt gesehen war der Sommer in diesem Jahr sogar eindeutig zu warm – im Schnitt um ein Grad! Und wie es aussieht, können wir uns schon jetzt auf einen richtigen Altweibersommer freuen. Meteorologe Karsten Brandt: „Wir haben beste Aussichten auf einen sonnigen Frühherbst.“ Scheint fast so, als wäre der Wettergott auch ein richtiger Wiesn-Fan …

Christina Schmelzer

Quelle: tz

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