Esther Maffei

Das ist die neue Münchner Jugendamtschefin

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Esther Maffei (45). 

Nach zweieinhalb Jahren Vakanz hat die Behörde mit der Psychologin (45) eine neue Leiterin. 

München - Der Chefposten im Münchner Jugendamt ist nach zweieinhalb Jahren wieder besetzt: Die Psychologin Esther Maffei ist am Mittwoch von der Vollversammlung des Stadtrats zur neuen Leiterin des Hauses mit 3000 Mitarbeitern und einem Budget von 420 000 Euro gekürt worden. Die 45-jährige gebürtige Südtirolerin folgt auf Maria Kurz-Adam, die das Amt 2006 übernommen hatte, seit Herbst 2014 aber zunächst zeitweise und schließlich dauerhaft krankgeschrieben war.

Maffei erklärte, es sei eine „große Freude und Ehre“, das Jugendamt „in der Stadt meines Herzens leiten zu dürfen“. Nach ihrem Psychologiestudium in Innsbruck leitete Maffei von 2001 bis 2010 in Südtirol eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung mit Wohnheimen, Wohngemeinschaften, Werk- und Tagesstätten. 2010 übernahm sie die Leitung eines Sozialsprengels, dem auch die mit dem deutschen Jugendamt vergleichbare Behörde angegliedert ist. Zuletzt leitete Maffei den psychologischen Fachdienst des zur Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising (KJF) gehörenden Clemens-Maria-Kinderheims in Putzbrunn bei München. Die Suche nach einem neuen Jugendamtschef hatte zu politischen Turbulenzen geführt. SPD-Stadtrat Christian Müller war in der internen Bewerbungsrunde im Haus von Personalreferent Alexander Dietrich (CSU) ebenso durchgefallen wie alle weiteren Kandidaten – abgesehen von Maffei. Dass sich im Personal- und Kinder- und Jugendhilfeausschuss nur eine einzige Bewerberin vorstellen durfte, sorgte für Kritik, vor allem vonseiten der Sozialverbände und der Grünen.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) betonte am Mittwoch, mit Maffei sei „eine hoch kompetente Expertin für dieses in unserer Stadt so wichtige Amt“ gewonnen worden. 

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