Istanbul überholt München

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Istanbul (Foto) ist an München vorbeigezogen

München - Man merkt es an den Immobilienpreisen und den Mieten! Die Landeshauptstadt ist die zweitbegehrteste Metropole Europas, wenn es um Immobilieninvestitionen geht.

Nur in Istanbul sehen Experten noch höhere Renditechancen als in München. Deshalb hat die Bosporus-Stadt die Isarmetropole überholt. Das ergibt sich aus dem neuesten Report der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

PwC-Sprecher Stefan Bießenecker zur tz: „Das heißt nicht, das München schlechter geworden ist. Die Experten erwarten aber, dass sich der Immobilienmarkt in Istanbul noch dynamischer entwickeln wird. Istanbul ist das Tor zu den großen Märkten im Osten.“

Für die Studie bewerteten 600 Immobilienexperten die europaweiten Renditechancen von Immobilieninvestitionen. Im Schnitt kamen sie zur Durchschnittsnote 5,09 auf einer Skala von neun (hervorragend) bis eins (katastrophal). Wie schon im Vorjahr sind deutsche Städte im Ranking der 27 europäischen Metropolen prominent platziert. München musste seine Führungsposition zwar an Istanbul abgeben, legte jedoch bei der Bewertung der Ertragschancen deutlich auf 6,03 Punkte zu. Auch Hamburg, Berlin und Frankfurt hielten sich in den Top 10.

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Im Detail unterscheiden sich die deutschen Immobilienmärkte allerdings erheblich. In Frankfurt beispielsweise bevorzugen die meisten Befragten Investitionen in Büroimmobilien (31 Prozent), während in Berlin nur gut 24 Prozent dieses Marktsegment empfehlen. In der Bundeshauptstadt gilt vor allem der Wohnungsmarkt als attraktiv (29,1 Prozent), während sowohl in München (33,6 Prozent) als auch in Hamburg (35 Prozent) die meisten Befragten in Einzelhandelsimmobilien investieren würden.

Die Kluft zwischen Europas Immobilienmärkten wird insgesamt tiefer: Während sich die Ertragsperspektiven in den nord- und mitteleuropäischen Metropolen 2011 laut PwC wieder verbessern, fallen die Immobilienmärkte der Euro-Krisenstaaten weiter zurück.

Jochen Brücken, für die PwC-Studie verantwortlich: „Frisches Kapital ist knapp und fließt vor allem in Top-Immobilienstandorte. In weniger attraktiven Regionen dürfte sich der Preisverfall fortsetzen.“ Die rote Laterne tragen Athen und Dublin.

KHD

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